Ein spannender Tag im Energeticon

Von: dag
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Fast wie einst die echten Bergleute: Unter Tage spendeten nur die „Grubenlampen“ der Kinder Licht. Nicht nur das Außengelände, sondern auch Energie-Experimente begeisterten die jungen Teilnehmer. Foto: Dagmar Meyer-Roeger
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Fast wie einst die echten Bergleute: Unter Tage spendeten nur die „Grubenlampen“ der Kinder Licht. Nicht nur das Außengelände, sondern auch Energie-Experimente begeisterten die jungen Teilnehmer. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Alsdorf. „Energie erleben – Energie verstehen“ – anschaulich erläutert das das „Energeticon“. Eine Abo-plus-Aktion des Zeitungsverlags Aachen ermöglichte jetzt rund 20 jungen Besuchern eine ganz spezielle Führung. So erkundeten diese nicht nur den etwa 700 Meter langen Regelparcours mit rund 20 Stationen, sondern kamen in Bereiche, die sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.

Erwartungsvoll trafen die Jungen und Mädchen im Foyer ein. Hier wurden sie mit Helm und Kopflampe ausgestattet. Noch ein Erinnerungsfoto und schon ging es in zwei kurz nacheinander startenden Gruppen – eine geführt von Harald Richter, die andere von Jürgen Kohlhöfer – los.

Kohle und noch mehr Energie

Erinnerungen an die Kohlezeit werden auf dem Gelände der ehemaligen Grube Anna II wachgehalten. Die Kinder und Jugendlichen erlebten an diesem authentischen Ort der Bergbaugeschichte, wie Sonnenenergie in Form von Steinkohle abgebaut wurde. An leichten Stationen erforschten sie die unterschiedlichen Formen der regenerativen Energie, erfuhren etwas über die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge und hatten vor allem Freude am praktischen Erleben eigener Energie.

Laute Geräuschkulisse

Großes Interesse galt dem original nachgebauten Streb. Es war stockfinster, Licht spendeten bei dieser Führung nur die Kopflampen. Und auch eine lautere, originalgetreue Geräuschkulisse war gegeben, so dass sich die Gruppen nur über lautes Rufen verständigen konnten. Nach einem Teilstück der Strecke ging es dann in den dunklen Kellerbereich des Fördermaschinenhauses (FMH) und in den Bremsenraum mit lauten Industriegeräuschen. Interessiert sahen sich die jungen Besucher um, lauschten den Erläuterungen, durften das ein oder andere Exponat mit dem Hinweis „aber bitte vorsichtig“ auch in die Hand nehmen. „Oh, ist das schwer“, lauteten die spontanen Kommentare.

Neugierig sahen sich die jungen Besucher auch in der 1904 errichteten Waschkaue um. „Hier zogen sich einst die Bergleute um“, erzählte Harald Richter. Die Pöngel-Körbe, in denen die Straßen- beziehungsweise die Arbeitskleidung unter der Decke hingen, sind voll funktionsfähig, was die jungen Besucher eifrig testeten.

Blitze erzeugt

Die Jungen und Mädchen erfuhren etwas über die Entstehung der Kohle vor rund 300 Millionen Jahren bis zu ihrem Abbau in der jüngeren Geschichte. Ebenso lernten sie etwas über Wasser-, Sonnen- und Windenergie sowie Biomasse. Ein Highlight war auch der Raum „1x1 der Energie“. Dort konnten die Besucher Blitze erzeugen, Lasten heben oder durch Fahrradfahren Energie produzieren.

Und was hat ihnen am besten gefallen? „Alles ist interessant gewesen“, hieß es. Schließlich favorisierte die elfjährige Pauline: Dass sie Kopflampen tragen durften, sei besonders toll gewesen. Und der neunjährige Thomas aus Würselen war von der Grubenfahrt, also der Fahrt mit dem Aufzug, ganz begeistert. Dem konnte seine achtjährige Schwester Paula nur zustimmen. Abschließend bastelten die Kinder als Souvenir im Panoramaraum Ansteckbuttons mit den zu Beginn im Foyer gemachten Porträtbildern. Zudem warteten hier Getränke als kleine Erfrischung auf sie. Keine Frage: Es war eine rundum gelungene Aktion und ein erlebnisreicher Tag für die jungen Teilnehmer.

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