Ein sehr klangvolles Geburtstagsgeschenk

Von: ehg
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Festliche Klänge beim Orgelkonzert in St. Sebastian: Viktor Scholz spielt an der Eule-Orgel. Foto: W.Sevenich

Würselen. In der Reihe „Festliche Klänge in St. Sebastian“ hatte der Förderkreis Kirchenmusik zum einem Orgelkonzert in den „Dom“ eingeladen. Der hochkarätige Organist Viktor Scholz spielt anlässlich des dritten Geburtstags der Eule-Orgel festliche Klänge.

Anlässlich des dritten Geburtstags der Eule-Orgel begrüßten Pfarrer Rainer Gattys und der Vorsitzende des Förderkreises, Hermann Jörissen, einen hochkarätigen Organisten, Viktor Scholz. Der gebürtige Russe war von 1958 bis 2000 Kirchenmusiker an der Münster-Basilika in Mönchengladbach und über viele Jahre Initiator und künstlerischer Leiter der Geistlichen Konzerte in Münster.

Als Orgelreferent des Bistums Aachen war Scholz an der Planung zahlreicher Orgelprojekte maßgeblich beteiligt. Bischof Dr. Klaus Hemmerle ernannte ihn bereits 1985 zum Kirchenmusikdirektor des Bistums Aachen.

Mit festlichen Klängen, bei denen er vom Crescendo bis zum Decrescendo die Klangfülle des königlichen Instrumentes auslotete, stimmte der langjährige Dozent für Orgelspiel und Orgelbaukunde am St. Gregoriushaus in Aachen in ein facettenreiches Konzert ein. Der Meister seines Faches intonierte „Grand Dialogue“ des französischen Barockkomponisten Louis Marchand.

Als Kontrast brachte er aus Anlass des Pfingstfestes zwei Choralvorspiele, „Nun bitten wir den heiligen Geist“ und „Komm, heiliger Geist, Herre Gott“ von Dietrich Buxtehude virtuos einfühlsam zu Gehör. Die recht zahlreichen Konzertbesucher „weihte“ er ein in die „Kleine Kunst der Fuge“. Dazu erklang das „Magnificat“ von Johann Pachelbel und „Contrapunctus I“ des großen deutschen Komponisten des Barock, Johann Sebastian Bach.

Auch bei den zeitgenössischen Orgelwerken, die da waren „Fantasia meditative super ‚B-A-C-H‘“ von Heinz Bernhard Orlinski und „Scherzinetto“ aus 24 Inventionen für Orgel von Andres Willscher, stellte er seine Gestaltungskraft und seine Flexibilität unter Beweis. Sie erst machen es ihm möglich, von „alter Musik“ bis zur Musik des 21. Jahrhunderts hin Programme aus allen Epochen darzubieten.

Genauso effektvoll

Schließlich brillierte er mit dem „Ave Verum corpus“ und dem „O filii et filiae“ aus „Esquisses Gégoriennes“ des 1955 geborenen französischen Komponisten Naji Hakim, libanesischer Herkunft. Ob seiner ungewöhnlichen Verdienste um die Kirchenmusik hatte Papst Benedikt XVI. ihn hoch „dekoriert“. Dass der französische Komponist Louis J. A. Lefébure-Wely ein genialer Improvisateur war, dokumentierte der mittlerweile betagte Viktor Scholz mit dessen „Scherzo/Sortie in D-Dur“. Er setzte die neuen Möglichkeiten, die die Eule-Orgel in St. Sebastian ihm bot, genauso effektvoll ein wie der Komponist selbst im 19. Jahrhundert in Paris.

Der Gast vom Niederrhein, der immer noch ein gefragter Konzertpianist ist, machte der Eule-Orgel ein wunderschönes klangvolles Geburtstagsgeschenk.

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