Ein norwegischer Journalist spürt den Soldaten in Würselen nach

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Der Würselener Archivleiter Heinz Josef Küppers (l.) hat dem Journalisten Antoni Pisani gerne Einblicke in seine Unterlagen gewährt.

Würselen. Aus einem ganz besonderen Grund ist der junge Norweger Antoni Pisani jüngst nach Würselen gereist. Dort hat er sich mit Unterstützung des Leiters des Kulturarchivs, Heinz Josef Küppers, auf die Spur norwegischer Soldaten begeben, die im Jahre 1944 in Würselen waren.

Am 16. Oktober 1944 hatten amerikanische Truppen, vom Ravelsberg und von Scherberg vordringend, im Bereich Kaisersruh den Ring um Aachen geschlossen. In den nachfolgenden Tagen versuchten deutsche Einheiten mit massiven Gegenangriffen, diesen Ring zu öffnen. Dies verhinderte auf amerikanischer Seite eine Truppeneinheit, die aus Soldaten norwegischer Herkunft bestand. Das so genannte „99th Bataillon” erlitt in wenigen Tagen erhebliche Verluste.

Den Weg verfolgen

Darüber möchte Antoni Pisani ausführlich berichten und arbeitet seit einiger Zeit an der Veröffentlichung eines Buches. In der Vorbereitungsphase hat der Journalist aus Oslo zahlreiche Gespräche mit Veteranen geführt, aber auch den Weg dieser Truppe an den verschiedenen Einsatzorten verfolgt.

Bereits im vergangenen Jahr war er mit einem Veteranen in Würselen zu Gast. Jetzt war er mit Heinz Josef Küppers unterwegs. Die beiden Geschichtsinteressierten suchten unter anderem Orte im Stadtgebiet auf, die in den Erzählungen und Berichten der Kriegsveteranen eine Rolle spielten.

Weiterhin waren zahlreiche Fotos, Karten und Dokumente aus Würselens finstersten Tagen von Belang, die Heinz Josef Küppers gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Eric Claßen dem Gast in den Räumen des Kulturarchivs im Alten Rathaus präsentierte. Antoni Pisani war vor allem angesichts des vorhandenen Bildmaterials sehr erfreut und mit den gewonnenen Erkenntnissen zufrieden. Nach Möglichkeit möchte er im nächsten Jahr in die Düvelstadt zurückkehren.
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