Herzogenrath - Ein „modernes Märchen“: 20-Jähriger täuscht Raub vor

Ein „modernes Märchen“: 20-Jähriger täuscht Raub vor

Von: red/pol
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Rettungswagen
Nur ein Märchen: Ein 20-Jähriger ließ sich in einem Rettungswagen behandeln, weil er behauptete, überfallen worden zu sein. Doch das stellte sich später als Lüge heraus. Symbolbild: dpa

Herzogenrath. Als „modernes Märchen“ bezeichnet Polizeisprecher Paul Kemen die Geschichte, die ein junger Mann am Montag der Polizei auftischen wollte. Nach eigenen Angaben war der 20-Jährige am Morgen überfallen und ausgeraubt worden. Mehrere tausend Euro habe man ihm geraubt - so lautete die erste Fassung seiner Version.

Er sei mit dem Auto zur Arbeit unterwegs gewesen, als Höhe Zum Wurmtal/Alte Mühle ein junger Mann ihn mit den Armen wild gestikulierend zum Anhalten aufgefordert habe. Als er das tat, bat ihn der junge Mann mitzukommen.

Im Wald sei jemand zusammengebrochen und benötige Hilfe. Bereitwillig stieg er aus. Sein Auto blieb unverschlossen zurück. Als man beim am Boden liegenden Opfer angekommen sei, habe man ihn niedergeschlagen. „Minuten lang sei er darauf hin 'daneben' gewesen“, schildert Kemen. Von den Tätern aber keine Spur. Als er zu seinem Auto zurückkehrte, fehlte der Rucksack in dem mehrere tausend Euro waren. Firmengeld, das am Morgen eingezahlt werden sollte.

Als die Polizei anrückte, lag der junge Mann im Rettungswagen und ließ sich behandeln. Als die Polizisten ihn zum genauen Tatablauf befragten, verstrickte sich der junge Mann mehr und mehr in Widersprüche. Auch die am möglichen Tatort vorgefundenen Spuren entsprachen nicht seinen Schilderungen.

In diesem Fall endete das Märchen nicht mit den Worten „und wenn sie nicht gestorben sind...“, sondern mit einem Geständnis des 20-Jährigen, der die Straftat zugab. Geldsorgen hätten ihn dazu getrieben, sagte er gegenüber der Polizei. „Diese Sorgen werden durch solch eine Tat nicht weniger“, lautet Kemens abschließendes Fazit. Im Anschluss wurde schließlich ein Strafverfahren eingeleitet.

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