Alsdorf - Ein markanter Sonnenring als Wegweiser

Ein markanter Sonnenring als Wegweiser

Von: Anja Klingbeil
Letzte Aktualisierung:
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Ein neues Erkennungszeichen für Alsdorf - noch als Fotomontage: So soll es aussehen, wenn die Skulptur im Kreisverkehr an der Herzogenrather Straße im Spätsommer enthüllt wird.

Alsdorf. Der Entwurf ist so einfach wie markant: ein Sonnenring, zwei Meter im Durchmesser. Auf drei Stahlträgern stehend, die die Strahlen der Sonne nachahmen. Das sechs Meter hohe Symbol soll am Energeticon seinen neuen Platz finden.

Auf dem Kreisverkehr im Stadtteil Wilhelmschacht, wo die Konrad-Adenauer-Allee auf die Herzogenrather Straße trifft, soll die stählerne Skulptur, die in ihrem Profil gleichzeitig einen stilisierten Förderturm beschreibt, aufgestellt werden.

Der Kreis wird gebildet aus zwei Ringen aus V2A-Flachstahl, die mit LED-Lampen beleuchtet werden, um somit die Sonnencorona nachzuahmen. „Von der Sonne zur Sonne” heißt der Grundgedanke des Energeticon-Konzeptes, der sich ebenso im Entwurf von Hans Vorpeil, Mitglied im Vorstand des Energeticon-Vereins, widerspiegelt.

Hans Vorpeil stellte seinen Vorschlag im Stadtentwickungsausschuss vor und fand Zustimmung bei allen Fraktionen für das Projekt. Sorge bereitete lediglich der auffällig platzierte Stromkasten am Rand des Kreisels, der nicht nur das Gesamtbild störe sondern auch zum potenziellen Unfallverursacher werden könne.

Unterstützung durch Sponsoren

Doch dieser soll nun vermutlich im Boden versenkt werden. „Dafür werden wir auf jeden Fall eine Lösung finden”, betont Vorpeil.

Die Fusion aus Sonnenring und Fördergerüst bezieht sich zudem auf die Funktion des Energeticons, das die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Energieentwicklung in musealer Art präsentieren wird. Von der Bergbautradition bis zu Zukunftsenergien soll nach dem Motto „Energie erleben - Energie verstehen” ein außerschulischer Lernort entstehen. 10.000 Euro kostet die 1200 Kilogramm schwere Skulptur, die Dank einer speziellen Chromlegierung gegen die Witterung geschützt ist. „Dafür haben wir bereits einen Sponsor gefunden”, freut sich Vorpeil. Auch die Beleuchtungselemente werden zu einem Großteil gesponsert.

Die Stahlskulptur, die zu einem neuen Erkennungszeichen werden soll, wird übrigens auf schwarzem Grund, Basaltschotter, stehen. Dieser steht für die Kohle. Immerhin war die Stadt Alsdorf mehr als 150 Jahre geprägt vom Steinkohlebergbau. Mit den Arbeiten wird vorraussichtlich Ende Juni begonnen, so dass im Spätsommer/Anfang Herbst 2009 die offizielle Enthüllung stattfinden kann.

Der Kreisverkehr in Wilhelmschacht ist indes der letzte der sieben Alsdorfer Kreisel, der neu gestaltet wird. Nachdem sich die Kreisverkehre im Stadtgebiet bis vor kurzem noch recht karg präsentierten, wurden sie jüngst in einer konzertierten Aktion aufgemöbelt. 25.000 Euro im Jahr stehen für die Instandhaltung der Kreisverkehre zur Verfügung. 180.000 Euro hat allein die Herrichtung des Kreisverkehres an der Bahnhofstraße verschlungen.

Kosten, die vor allen Dingen mit Hilfe von Sponsorengeldern finanziert wurden, wie Stephan Spaltner, persönlicher Referent von Bürgermeister Helmut Klein, darlegte. Der Kreisverkehr an der Linnicher Straße/Ecke Rosenkränzchen ist zudem nicht nur neu bepflanzt, sondern auch beleuchtet. „Nun brauchen wir uns wirklich nicht mehr für unsere Kreisverkehre zu schämen”, sagte Spaltner im Stadtentwicklungsausschuss.
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