Würselen - Ein Kreisel entschärft in Kürze die Unfall-Kreuzung

Ein Kreisel entschärft in Kürze die Unfall-Kreuzung

Von: Georg Pinzek
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Das Team vom Tiefbau macht aus der Kreuzung einen Kreisverkehr: Bis zum Schulbeginn soll die Baumaßnahme fertig sein, wenn das Wetter mitspielt. Foto: Georg Pinzek
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Ausgeschildert: die großräumige Umleitung durch die Innenstadt.

Würselen. Nach den großen Ferien soll es hier richtig rund gehen. Dafür wird die Kreuzung Klosterstraße/Neuhauser Straße zu einem Kreisverkehr umgebaut. Das hat aktuell gravierende Auswirkungen auf die Verkehrslenkung in der Würselener Innenstadt.

Auch wenn der Bau des Kreisels für die Befürworter – allen voran die Unfallkommission – längst überfällig ist, nur in diesen im Straßenverkehr ruhigeren Zeiten lässt sich die Baustelle an so einem Knotenpunkt überhaupt realisieren. So kann der Baustellenbereich zurzeit sowohl von der Aachener Straße als auch von der Kaiserstraße kommend von Kraftfahrzeugen nicht gequert werden.

Die Klosterstraße ist von beiden Seiten als „Sackgasse“ ausgewiesen worden. Die Neuhauser Straße kann während der Bauzeit nur von der Aachener Straße her kommend befahren werden. Sperrung und Umleitungen sind ringsum ausgeschildert.

Mit „Zebrastreifen“ bestückt

Die über 200.000 Euro teure Baumaßnahme hat eine lange, sehr lange Vorgeschichte. Bereits seit 2005 ist der Kreuzungsbereich bei der Unfallkommission als Unfallhäufungsstelle geführt. Federführend in der Kommission ist die Städteregion Aachen, Mitglieder sind neben Fachleuten des Straßenbaus, Polizei, Straßenverkehrsbehörde und Bezirksregierung.

Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens auf der Neuhauser Straße krachte es immer wieder, wenn Verkehrsteilnehmer aus der Klosterstraße queren wollten. Allein 2012 registrierte die Polizei sechs Unfälle mit fünf Leichtverletzten.

Immer wieder wurde mit kleineren Eingriffen versucht, den Brennpunkt zu entschärfen. Markierungen und Änderung der Linienführung durch Leitschwellen brachten aber nie den erhofften Erfolg.

Da der Knoten ganz in der Nähe des Städtischen Gymnasiums liegt und auch für weitere Schulen im Umfeld eine wichtige Zuwegung ist, fasste der zuständige Ausschuss für Stadtentwicklung, Straßenbau, Umwelt und Verkehr bereits im November 2013 nach kontroverser Debatte mehrheitlich den Ausbaubeschluss.

Ganz davon abgesehen, sind die beteiligten Behörden an den gemeinsamen Beschlüssen der Unfallkommission gebunden und zur zeitnahen Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen verpflichtet. Der neue Kreisverkehr wird an allen Überwegen mit „Zebrastreifen“ bestückt. Der Ausbau erfolgt Geh- und Sehbehindertengerecht mit Absenkungen der Bordsteinkanten und taktilen Elementen. Der Kreisel selbst wird mit sogenannten Kölner Tellern bestückt.

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