Alsdorf - Ein kleiner Festzug für den großen Karl

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Ein kleiner Festzug für den großen Karl

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
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Nur ein paar von vielen Pappkameraden. 20 bis 30 Zentimeter hoch sind die Figuren, die Franz-Josef Kochs mit der Schere aus Kartons schält. Marina Brants hat sie nun für ein Buch inszeniert. Foto: Stefan Schaum
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Nur ein paar von vielen Pappkameraden. 20 bis 30 Zentimeter hoch sind die Figuren, die Franz-Josef Kochs mit der Schere aus Kartons schält. Marina Brants hat sie nun für ein Buch inszeniert. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Diese Pappfiguren lassen ihn einfach nicht los. Seit mehr als zehn Jahren zeichnet Franz-Josef Kochs nun schon seine typischen, stets ein wenig comichaften Figuren und schält sie dann mit der Küchenschere aus dem Karton heraus.

Mehr als 120 Stück hat er allein im vergangenen Jahr gemacht. Für einen Festzug. Einen besonderen. Im Karlsjahr hatte der Vorsitzende des Alsdorfer Kunstvereins mit seinen Pappkameraden einen „Vorstadtfestzug der kleinen Leute zu Ehren Karls des Großen“ erstellt. Den gibt es nun auch in Buchform.

Während die Originalfiguren derzeit in einer Ausstellung der Europäischen Vereinigung Bildender Künstler von Eifel und Ardennen in Prümm zu sehen sind, zieren Fotos von ihnen auf 46 Seiten ein quadratisches Büchlein, nur ein wenig größer als die Ausgaben der bekannte Pixi-Buchreihe für Kinder.

Das passt gut. Denn die cartoonhaften Figuren sprechen einerseits die Kinder an, haben andererseits auch den Großen einiges zu sagen. Oder bieten versteckte Details, die es zu entdecken lohnt. „Ich hab‘ den fiktiven Festzug einfach genutzt um freie Bahn zu haben und allerlei Sagen, Legenden, Bräuche und Geschichten rund um Aachen reinzupacken“, sagt Franz-Josef Kochs, der ja ein großer Geschichtenerzähler ist. Alljährlich beim Alsdorfer Weihnachtsmarkt auf der Bühne, aber auch sonst. Dass jemand ihn mal als einen innerlich Kind Gebliebenen bezeichnet hat, schmeichelt dem 64-Jährigen.

So reiht sich der Teufel aus der Dombausage in den Festzug ein, der Barde Arnold von Arnoldsweiler, der Hühnerdieb, das Bahkauv und viele mehr. Am unteren Seitenrand spazieren die Figuren vorbei, oben finden sich kleine Texte, im Anhang gibt es ergänzende Texte rund um Aachener Originale. Vor allem aber sprechen die Figuren für sich.

Die Basis dafür findet Kochs ausgerechnet hier: im Supermarkt. Oft muss er lange suchen, denn er schätzt besondere Strukturen, die durch das Bemalen mit Wachsmalstiften gut zur Geltung kommen. Die Verpackungen eines bestimmten Süßigkeitenherstellers seien sein Favorit, sagt er, aber selten zu finden. Nun ja – Nachschub hat er noch daheim. Weitere Figuren werden folgen. Denn Geschichten, die ihm als Vorlage dienen, kennt Franz-Josef Kochs zuhauf.

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