Baesweiler - Ein klares Zeichen gegen Politikverdrossenheit

Ein klares Zeichen gegen Politikverdrossenheit

Von: Yannick Longerich
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Hand in Hand nach insgesamt 525 Jahren Mitgliedschaft. Neben Georg Neumann (25 Jahre) und Hans Linden (60 Jahre) ehrte die CDU Baesweiler Gerti Schmitz-Jacquin, Irit Schmitz, Hannelore Printz, Franziska Reulen, Wilhelm Bongartz, Bernd Schmidt, Rainer Rosen, Heinrich Michel, Helmut Ederer, Josef Keller und Wilhelm Ohler für jeweils 40 Jahre Parteizugehörigkeit. Foto: Yannick Longerich

Baesweiler. Bei der CDU Baesweiler finden sich momentan kaum Anzeichen der häufig zitierten Politikverdrossenheit. Der Stadtverband vergaß in Zeiten der Erinnerung und des Rückblicks nicht den Blick für den Zusammenhang zwischen Tradition und Nachwuchsarbeit. Zum Jahresausklang wurden 13 verdiente Mitglieder begrüßt, die für ihre 25-jährige, 40-jährige und im Falle von Hans Linden 60-jährige Mitgliedschaft in der CDU geehrt wurden.

Bürgermeister Dr. Willi Linkens bedachte in seinem Grußwort die Jubilare mit eindringlichen Worten. „Mit eurer langen und stolzen Parteizugehörigkeit seid ihr in besonderem Maße den Grundsätzen der Demokratie verbunden. Unsere demokratischen Werte sind unser allerhöchstes Gut, welches ihr schützt.“ Linkens warnte zudem vor einem Vormarsch des Populismus auf allen politischen Ebenen. Die Probleme, vor die der Bund gleichermaßen wie die Kommunen gestellt werden, würden wachsen. Mit Populismus werde sich jedoch niemals vernünftige Politik machen lassen.

Für seine Jubilare hatte sich der Stadtverbandsvorsitzende Bruno Mohr eine besondere Laudatio einfallen lassen. Gekoppelt an die jeweiligen Jahrgänge des Parteieintritts erinnerte Mohr an einige prägende Ereignisse des entsprechenden Jahres.

Georg Neumann beispielsweise, der sein 25. Jubiläum feierte, wurde amüsant daran erinnert, dass 1991 noch der letzte Trabant vom Band lief. Die 40er-Jubilare erlebten im Jahr ihres Parteieintritts die Einführung der allgemeinen Gurtpflicht und die Gründung einer kleinen Garagenfirma namens Apple.

Auch der CDU-Landtagsabgeordnete und stellvertretende Kreisvorsitzende Hendrik Schmitz fand mit Blick auf das Bevorstehende mahnende Worte für seine Parteifreunde. Das sogenannte „postfaktische“ Zeitalter führe unweigerlich zum Rückschritt in der politischen Arbeit. Während der Bundesrepublik im Allgemeinen der neutrale Blick von außen auf sich selbst fehle, müssten speziell die Jubilare als Multiplikatoren einer demokratischen Lebenseinstellung auftreten.

Der Kreisverband der Jungen Union zählt zurzeit 850 Mitglieder, alleine 250 davon stellt der Ortsverband der Löwenstadt – nicht unerklärlich, wie der stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende Thomas Geller meinte. Der CDU-Nachwuchs habe in allen Ausschüssen der Stadt ein „Sprachrohr“, die Fraktion selbst beherberge drei aktuelle Mitglieder der Jungen Union. Geller selbst hat neben Schmitz seine Wurzeln dort.

„Der Mix macht es“, erläuterte Geller. „Wir können zum einen auf eine beeindruckende Tradition und Parteivergangenheit in unseren Mitgliederlisten blicken. Zum anderen haben wir immer den Nachwuchs als unser höchstes Gut betrachtet und geben jungen, politisch interessierten Menschen die Möglichkeit, in ihrer Arbeit ernst genommen zu werden.“ Die Mitgliederzahlen seien konstant, ein leichter Zuwachs konnte in den vergangenen Jahren konsolidiert werden.

Die Tatsache, dass bei sieben Baesweiler Stadtteilen fünf CDU-Ortsverbände weiterhin problemlos geführt werden können, erkläre sich in einer nachhaltigen Nachwuchsarbeit.

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