Alsdorf/Würselen - Ein Jahr in den USA: Viel Süßes im Reisegepäck

Ein Jahr in den USA: Viel Süßes im Reisegepäck

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
Da muss man schon suchen: Irge
Da muss man schon suchen: Irgendwann hat Leonie Ermer die ungefähre Lage der Kleinstadt Mountain Lake auf der Landkarte entdeckt. Ihr „Pate” Helmut Brandt (MdB, CDU) wünscht ihre eine gute Reise. Foto: Schaum

Alsdorf/Würselen. Schokolade muss unbedingt mit. Gummibärchen auch, am besten gleich drei, vier Tüten. Ohne Süßigkeiten, soviel steht fest, wird Leonie Ermer nicht aufbrechen. Schließlich weiß die 15-Jährige nicht, ob sie diese Dinge während ihres einjährigen Aufenthaltes in den USA ohne weiteres bekommt.

Denn sie wird nicht in einer der Metropolen wohnen, sondern in dem abgeschiedenen Örtchen Mountain Lake in Minnesota, das gerade mal 2000 Einwohner hat.

Ob sie wohl lieber in einer glanzvolleren Großstadt gelandet wäre? Dazu sagt sie nichts, lächelt aber vielsagend. Doch will sie das Beste aus dem Kleinstadtleben machen. „Da lernt man bestimmt schneller neue Leute kennen”, sagt die Würselenerin, die das Heilig-Geist-Gymnasium besucht. „Ich denke, dass das auch ganz cool sein wird.”

Sie reist als Stipendiatin im Rahmen des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms des Deutschen Bundestags. Der Alsdorfer Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt (CDU) ist ihr Pate. Er hatte sie unter vier Bewerbern ausgewählt, die nach einer ausführlichen Bewerbung und einer Art Casting in die Endrunde gelangt waren. Flug und Unterbringung sind nun für Leonie kostenfrei.

Den Alltag kennenlernen

Als Touristin sieht sie sich ausdrücklich nicht. „Ich will das richtige Leben in den USA kennenlernen, davon träume ich schon lange.” Und wer weiß, vielleicht erfährt sie dabei auch ganz neue Dinge über sich selbst? „In dem Jahr wird sich zeigen, wie gut ich mit einem neuen Leben zurechtkomme.” Und Heimweh? Das wird kommen, bestimmt. „Aber die Freude auf die Reise ist viel größer.”

Gastgeschwister wird sie nicht haben. Die vier erwachsenen Kinder des älteren Ehepaars, bei dem sie wohnt, sind bereits ausgezogen. Also wird die Deutsche für ein Jahr das Nesthäkchen. An ihrer High-School, das hat sie bereits herausgefunden, gibt es keine Ballettkurse. Dieses Hobby will sie deshalb durch Gymnastikkurse ersetzen und sich vielleicht auch als Cheerleaderin versuchen.

Zumindest eine Großstadt wird Leonie übrigens sehen. Nach Washington geht es für die Stipendiatin am Ende ihres Aufenthaltes. Dort stehen die politischen Landmarken der USA auf dem Besichtigungsprogramm. Und bis es soweit ist, wird sie wohl auch eine Quelle für ein paar neue Tafeln Schokolade entdeckt haben...
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