Ein Hochgenuss nicht nur für Jazz-Fans

Von: akl
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Konzentriert und inspiriert: Marialy Pacheco und Joo Kraus genossen die Atmosphäre im Energeticon. Foto: Alice Klieser

Alsdorf. Facettenreich, intensiv, spielfreudig: Nicht bloß für Jazz-Fans war dieser Abend ein Hochgenuss. Kubanische Rhythmen und Klänge und moderne Jazzmusik gab es beim Konzert von Marialy Pacheco und Joo Kraus im Energeticon in Alsdorf.

Pacheco am Klavier und Kraus an der Trompete – eine mehr als stimmungsvolle und stimmige Kombination. Sie ergänzten sich bei einem Mix von jazzigen Interpretationen bekannter Stücke wie Stings „Englishman In New York“, traditionellen kubanischen Stücken und eigenen Kompositionen wie Pachecos „Tokyo Call“ perfekt.

Das Energeticon war an diesem Abend ausverkauft, etwa 300 Leute lauschten den Klängen der beiden Instrumente. Während der Stücke hörte das Publikum ruhig und zugleich gespannt zu. Die Kubanerin Marialy Pacheco hat international zahlreiche Konzerte gegeben und wurde als erste Frau mit dem Montreux-Jazz-Festival-Award ausgezeichnet. Die Atmosphäre im Energeticon beeindruckte auch die beiden Künstler. Während sie sonst bei Konzerten meist viel erzähle, lasse sie heute dieses Ambiente auf sich wirken, sagte Pacheco.

Auch der Trompeter Joo Kraus, der durch das Hip-Jazz-Projekt „Tab Two“ bekannt geworden ist und bereits einen Jazz-Echo erhalten hat, war dankbar, im Energeticon zu spielen. Er hatte sogar ein ganz besonderes Solostück im Angebot. Dessen Titel: „Für Alsdorf“. Eine spontane Hommage an „die Magie dieses Ortes“, wie er sagte. Der Geschäftsführer des Energeticon, Harald Richter, freute sich über diese Worte. „Dieser Ort hat etwas, das Jazzmusiker positiv beeinflusst“, sagte er. Kein Wunder, dass bereits angedacht ist, die Jazz-Reihe in Kooperation mit der Würselener Burg Wilhelmstein auch im kommenden Jahr fortzusetzen.

Die Musik, die Pacheco und Kraus spielten, kam sehr gut an. Nicht nur beim Publikum, auch die Musiker hatten sichtlich Spaß, schlossen während der Stücke wiederholt die Augen und bewegten sich zur Musik. Bei Pacheco war während der Stücke immer wieder ein Lächeln zu sehen. Ihre Finger flogen über die Tasten des Flügels und manchmal konnte man auch ihre Stimme die Melodien mitsingen hören. Joo Kraus spielte die Trompete dazu mit viel Gefühl. Bei dem Stück „Tokyo Call“ sorgte er auch für rhythmische Untermalung, die er unter anderem mit dem Mund erzeugte. So entstanden Momente, in denen die Klänge zum Träumen oder einfach nur zum Genießen einluden. Die beiden Musiker lobten sich auf der Bühne gegenseitig und auch das Publikum war begeistert. Lauter Applaus war mehr als verdient. „Super“ und „große Klasse“ waren zudem nur ein paar lobende Worte, die man an diesem Abend immer wieder hörte.

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