Herzogenrath - Ein ganzes Dorf feiert hier begeistert mit

Ein ganzes Dorf feiert hier begeistert mit

Von: Ingrid Puhl
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Jugend hält das Brauchtum am
Jugend hält das Brauchtum am Leben: Die Niederbardenberger Maijungen proklamierten mit Denise Büttgen und Martin Kempen das diesjährige Maikönigspaar. Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath. Ein Highlight im Herzogenrather Stadtteil Niederbardenberg ist alljährlich das Maifest der Maijungen, die auch im 60. Jahr ihres Bestehens nichts an Popularität eingebüßt haben.

Traditionell am zweiten Wochenende des Wonnemonats Mai ist das Zelt auf dem Sportplatz festlich herausgeputzt, die Häuser im Ortskern haben ihren Fahnenschmuck angelegt und die bunten Bänder der riesigen Birke flattern einladend im Frühlingswind.

Besonders die Maipaare „fiebern” spätestens jetzt ihrem großen Auftritt entgegen, sich in ihrer schmucken Robe der Öffentlichkeit präsentieren zu können, sich zu amüsieren, zu tanzen und zu feiern. Gut gefüllt war das Festzelt schon bei der Thekeneröffnung mit aktueller Musik von DJ Shalien.

Viel Prominenz und Geschenke

Nach dem Umtrunk beim Pritschenmeister und dem Wortgottesdienst in St. Antonius, den Diakon Franz-Josef Kempen gestaltete und der musikalisch vom Gospelchor An.Ge.lus begleitet wurde, stieg der Königsball zu Ehren der amtierenden Majestäten Maikönigin Denise Büttgen und Maikönig Martin Kempen. Maijungen-Geschäftsführer Yannick Brall begrüßte neben den Familien des Maikönigspaares die Ehrenmitglieder, Politprominenz, Bürgermeister-Stellvertreterin Marie-Theres Sobczyk, den Förderverein der Maijungen, die ehemaligen Maikameraden und die Ortsvereine, die zahlreich den neuen Würdenträgern ihre Aufwartung machten. Sie alle unterstrichen das Aufrechterhalten dieser schönen Brauchtums-Tradition und überreichten ihre Geschenke.

Anerkennende Dankesworte fand Yannick Brall für das Königspaar des Vorjahres Marie Kempen und Tim Grunewald, das eine tolle Session absolvierte. Cheerleader aus den Reihen der Maimädchen unterstützten den Auftritt der Niederbardenberger Fahnenschwenker zu Ehren von Denise und Martin. Anschließend durfte kräftig getanzt werden nach den Klängen der Live-Band „After Work”.

Bürgermeister reiht sich ein

Und endlich dann der große Festzug, den viele Schaulustige in den Fenstern und am Straßenrand bestaunten. Sogar Bürgermeister Christoph von den Driesch hielt es nicht mehr auf der Stelle. Er mischte sich kurzerhand unter die Zugteilnehmer und marschierte aus Spaß an der Freude mit. Neben den Musikkorps Vereinte Freunde Merkstein, Trommler- und Pfeiferkorps Herzogenrath und dem Fanfarenzug Schaufenberg waren das Jungenspiel Bardenberg, die Orsbacher Maijungen, der Junggesellenverein Oidtweiler, das Jungenspiel Linden-Neusen (die amtierende Maikönigin in der Nachbarstadt, Tessa Büttgen, ist die Schwester der Niederbardenberger Maikönigin Denise), Fahrradkinder, Pritschenjungen und Fahnenschwenker mit von der Partie.

Bei der zweistündigen „Präsentier-Show” mit Kranzniederlegung und Schauschwenken am Ehrenmal genossen alle sichtlich stolz das Bad in der Menge. Für die musikalische Note beim Maiball und der Gratulationscour der befreundeten Maigesellschaften sorgte der Fanfarenzug Schaufenberg.

Dank an gute Gastgeber

Annemie und Alfred Lange, 1966 selbst Maikönigspaar in Niederbardenberg, heute Ehrenmitglieder der Maijungen und dem heimatlichen Brauchtum aufs Engste verbunden, erhielten zum Dank für ihre Gastfreundschaft in der Nacht zum 1. Mai eine Erinnerungsplakette.

Immerhin bewirtete das Ehepaar 35 Jahre rund 40 aktive und ehemalige Maikameraden in seinem Haus. Dazu mussten stets sämtliche Möbel aus Wohn- und Esszimmer und dem Wintergarten weichen, wie Alfred Lange sichtlich gerührt berichtete. Auf diese lieb gewordene „Tradition” müssen die Maijungen aus Altersgründen der spendablen „Gastgeber” künftig verzichten.

Viel Beifall rief einmal mehr die gelungene Akrobatik der Niederbadenberger Pritschenjungen unter Kommando von Pritschenmeister Jonas Steffens hervor. Meisterlich die Rollen vorwärts über sage und schreibe acht am Boden hockende Pritschenjungen. Eine Neuauflage dieses beliebten Maibrauchtums gibt es garantiert im kommenden Jahr.
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