Ein feines Geburtstagsständchen im XXL-Format

Von: jope
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Feine Harmonie: Die bot das „
Feine Harmonie: Die bot das „andersArt”-Damenensemble im Energeticon. Foto: Wolfgang Sevenich

Alsdorf. Das Ensemble „andersArt” ist schon seit einiger Zeit so etwas wie ein musikalisches Aushängeschild der Stadt Alsdorf: Bei Neujahrsempfängen etwa oder bei Jubiläen. Doch bedufte es der eher zufälligen Entdeckung des zehnjährigen Bestehens, um mit einem eigenen Konzert jenseits offizieller Verpflichtungen an die Öffentlichkeit zu treten.

Und siehe da: Die Fans des aus dem Städtischen Jugendchor hervorgegangenen Ensembles junger Frauen sind zahlreich. Das Konzert zum Zehnjährigen im Energeticon war schon lange vor dem Termin ausverkauft.

Als Alsdorfs Städtischer Chordirektor Günther Kerkhoffs Ende September 2001 in der Stadthalle seinen 60. Geburtstag nachfeierte, erlebte der Berichterstatter die damals gar nicht so wahrgenommene Geburtsstunde von „andersArt”. Toll, welche Entwicklung das Ensemble seit damals dank Probenfleiß, Stimmbildung und eigener Kreativität genommen hat! Und das alles im Team: Eine Dirigentin oder fest installierte Chefin gibt es nicht.

Die Moderation und Präsentation im Energeticon tat zwar kund, dass erfahrene Kräfte wie Vera Kerkhoffs und Esther Widua sowie die starke Klavierbegleiterin Valerie Löhner und Rene Schwiers als professioneller Arrangeur den Takt angeben. Aber jedes Ensemblemitglied lässt neben den fein abgestimmten Aufgaben und Einsätzen im Kollektiv seine eigenen individuellen Stärken zum Vorschein kommen. So etwa Verena Heidari, die schon bei der Premiere vor zehn Jahren in der Stadthalle mit einigen Arien aus Klassik und Musical-Hits („My fair lady”) aufhorchen ließ. Fein, sie diesmal bei der „Mass of regeneration” von Wilson wieder einmal als Solistin zu hören: mit schöner heller Stimme über dem dezent singenden Chor.

Erfrischend die musikalische und emotionale Bandbreite im Repertoire: War das blitzsauber gesungene „Hebe Deine Augen auf” aus dem Mendelssohn-Oratorium „Elias” eine Hommage an den musikalischen Ziehvater Günther Kerkhoffs, so zeugten die Öcher Mundart-Lieder an der Seite des exzellenten Jungmänner- und Gastchores „Cappella a cappella” aus der Kaiserstadt von Verwurzelung in und schmunzelnder Verehrung der Heimat.

„Hat da jemand etwas von Problemen innerhalb der Städteregion gesagt?, entfuhr es Bürgermeister Alfred Sonders amüsiert in seiner Laudatio auf den Chor. „Wie man hört, kommen Alsdorfer Musiker doch bestens mit Aachener Partnern aus!” Nach dem zweistündigen Repertoire, bei dem „andersArt” neben selbstbewussten und kecken auch liebeslyrische und nachdenkliche Töne anstimmte, kehrte das Ensemble nostalgisch zu seinen Anfängen zurück: Neben „Stand by me” - einfühlsam a cappella gesungen - und einem heiteren Ausflug ins Tierreich („The Lion sleeps tonight”) durfte auch der Endlos-Ohrwurm „Lollipop” als vokaler Running-Gag aller „AndersArt”-Auftritte nicht fehlen. Diverse feine Zugaben gab es obendrein.
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