Herzogenrath - Ein Besuch im Müttercafé in Merkstein lohnt sich

Ein Besuch im Müttercafé in Merkstein lohnt sich

Von: ust
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Hoffen, dass das neue Angebot im Natrufreundehaus auf Resonanz findet: (v.l.) Bruno Barth, Monika Jentzen-Stellmach, Bernd Krott, Gertrud Schwickerath und Siglinde Pischka. Foto: Ute Steinbusch

Herzogenrath. Die Narzissen blühen schon, der Rhododendron auch. Und bald dürfen die Kinder hier toben oder friedlich schlummern, während die Mütter das neugeschaffene Müttercafé in Merkstein besuchen – das Naturfreundehaus macht’s möglich! Es ist eine gemeinsame Initiative von „moliri“, der Servicestelle für Familiengesundheit im Caritasverband, den Naturfreunden und der Stadt Herzogenrath.

„Wir öffnen damit die zweite Auflage des Müttercafé in Herzogenrath, die erste hat sich seit zehn Jahren im Bahnhof in Herzogenrath etabliert“, erklärt Monika Jentzen-Stellmach vom Caritasverband. Zugrunde liegt die Erkenntnis, dass junge Mütter oft isoliert sind.

Da bietet das Café, das nicht nur mit Speisen und Getränken, sondern auch mit Kinderbetreuung Raum für den Austausch schafft, die Möglichkeit, sich zu öffnen, Alltagssorgen zu diskutieren und sich den einen oder anderen Tipp abzuholen. „Wir freuen uns über jede Mutter, die kommt, und haben dabei die Erfahrung gemacht, je schwieriger die individuelle Lebenssituation, umso größer ist der Effekt, den wir mit dem Müttercafé erreichen.“

Jentzen-Stellmach und ihre Kollegin Gertrud Schwickerath, die das Café am Bahnhof unmittelbar betreut, hatten den Ortsteil Merkstein zur Schaffung eines solchen Angebotes schon längere Zeit im Blick.

Irgendwann gab es das zündende Gespräch mit Bruno Barth, dem Vorsitzenden der Naturfreunde der Ortsgruppe. „Wir Naturfreunde haben zwar eine Gruppe ‚Junge Familie‘, aber deren Teilnahme war rückläufig. Wir haben uns gerne auf die Anfrage eingelassen, es muss ja nicht jeder das Rad neu erfinden.“ Mit von der Partie auch die Stadt Herzogenrath, die über verschiedene Töpfe die Finanzierung für 2017 gesichert hat, darüber hinaus allerdings eine fortlaufende Finanzierung sicherstellen möchte.

„Oft reichen kleine Hilfen“, hat Jugend-Bereichsleiter Bernd Krott ausgemacht. „Es ist auch geplant, inhaltlichen Input zu geben wie zur gesunden Ernährung.“ Das Angebot gezielt in Merkstein zu platzieren, war Krott auch wichtig, weil sich hier die zentrale Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in der Stadt befindet. „Wobei dies ein Angebot für alle Mütter ist, egal ob Deutsche oder Migrantin“, betont Bruno Barth. Am Bahnhof haben die Aktiven die Erfahrung gemacht, dass das Angebot am besten über Mund-zu-Mund-Propaganda vermittelt wird.

Die Hemmschwelle, zum ersten Mal teilzunehmen, helfen zum Teil sogar Erzieherinnen der Kindertageseinrichtungen zu überwinden, indem sie die Mütter begleiten. „Und wenn mal nur zwei und drei Mütter teilnehmen statt 15 oder mehr, ist die Gesprächstiefe eine ganz andere, das macht unbedingt auch Sinn“, schildert Jentzen-Stellmach.

Aktiv werden Gertrud Schwickerath vom Caritasverband und Siglinde Pischka von den Naturfreunden die Mütter nach den Osterferien in Merkstein bekümmern. Der Treff ist dienstags von 9.30 bis 12 Uhr in der Comeniusstraße 9 geöffnet. Nicht nur das herrliche Außengelände mit Schaukel, Rutsche und Wippe für die Kids macht den Besuch zu einer guten Erfahrung für Mütter und Nachwuchs.

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