Ein beeindruckend anderer Glaubensweg

Von: mabie
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Esther Maria Magnis las bei den Herzogenrather Montagsgesprächen aus ihrem Werk „Gott braucht Dich nicht“. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Sehr persönlich, autobiographisch und beinahe intim war die Lesung mit Esther Maria Magnis, die nun bei den Herzogenrather Montagsgesprächen im Pfarrzentrum St. Gertrud ihr Werk „Gott braucht Dich nicht“ vorstellte.

Der Titel wirkte in der christlichen Umgebung vielleicht zunächst ein wenig irritierend. Doch im Laufe der ruhig und dennoch mit viel Emotion vorgetragenen Lesung überzeugte die Autorin mit ihren Thesen, wusste selbst die persönlichsten Momente nachvollziehbar darzustellen und ließ nie einen Zweifel an der Ernsthaftigkeit ihres Schaffens.

Dabei war ihr privater Bruch, den sie mi Gott erlebte, in ihrem 15. Lebensjahr sicherlich ein Schock. Denn sie machte eine eindringlich beschriebene Gotteserfahrung, die sie zunächst am Glauben zweifeln ließ. So schlich sich bei ihr der Gedanke ein, sonntags nicht mehr in die Kirche zu gehen, „denn man kann auch ein guter Mensch sein, ohne an Gott zu glauben oder auch ein Spießer sein, ohne in die Kirche zu gehen“, wie sie las. Sie hinterfragte in ihren im Buch eindrucksvoll geschilderte Situationen ihres Lebens, welchen Platz die Kirche in einer Gesellschaft hat, die Kinder bittet, Frieden, Lieben oder Versöhnung zu malen.

Eine Lücke hinterlassen

„Auch an Jesus verlor ich mein Interesse, man konnte ihn neben Gandhi unter der Kategorie ‚ist ok‘ abhaken“, sagte sie über ihre Verwirrung, die sie mit ihrem Glauben erlebte. Am meisten schien sie während ihrer Jugend gestört zu haben, dass ihr immer wieder gesagt wurde, Gott wolle keine Frömmelei, sondern handfeste Taten sehen. Unvergessen blieb ihr der erste Weihnachtstag in jenem Jahr, als der Vater der Familie berichtete, dass er unheilbar erkrankt sei.

Gerade in dieser Situation habe sie versucht, zu beten: „Es drängte mich ja, zu beten, aber ich wusste nicht was und wie.“ Ab diesem Moment war Gott tot für sie, Esther Maria Magnis versuchte ihn auf atheistische Art und Weise aus ihrem Leben zu drängen. Doch dadurch, dass sie den nicht fassbaren Glauben aus ihrem Leben verbannte, blieb eine für sie zunächst nicht sichtbare Lücke zurück, die sie später entdeckte.

Den Weg zurück begann sie, als Gott sie an ihn erinnerte, in vielen kleinen Momenten. Diese beeindruckenden Schilderungen von diesem anderen Glaubensweg begeisterten die Menschen im Pfarrzentrum in Herzogenrath-Mitte nachhaltig.

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