Ein „Affentheater“ bei der Heimatbühne aus Burg Wilhelmstein

Von: ehg
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Eine Gaudi für das Publikum: Die Laienspieler der Bardenberger Heimatbühne laufen beim „Affentheater“ zur Höchstform auf. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Mit dem Lustspiel „So ein Affentheater“ aus der Feder von Erich Koch versetzte die Bardenberger Heimatbühne, die auf ein 120-jähriges Bestehen zurückblicken kann, die Zuschauer in der Mehrzweckhalle an Wilhelmstein bei der Premiere und der nachfolgenden Aufführung in Verzückung. Von der ersten bis zur letzten Minute schossen dem begeisterten Publikum die Tränen vor Lachen in die Augen.

Die Rollen waren den Akteuren auf der Bühne auf den Leib geschneidert. Es gab nicht nur häufig Szenenapplaus, vielmehr brandeten am Ende der beiden Vorstellungen Beifallstürme auf. Durch Standing Ovations bedankte sich das Publikum für einen wunderbar vergnüglichen Abend, den es mit der Heimatbühne Bardenberg er- und verleben durfte.

Im Mittelpunkt der „verdammt“ lustigen Geschichte trieb der trinkfeste und arbeitsscheue Bauer Alfons (Hans Dohmen) sein Unwesen. Er verbringt so manche Stunde in der Dorfkneipe, zudem dort eine neue Kellnerin angestellt worden ist.

Unbarmherziger Gegenschlag

Bekannt ist er nämlich dafür, dass er hinter jedem Rock her ist. Seine Frau (Vera Schultheis) hat da – wenn wundert es – die Nase voll von seinen neckischen Spielchen. Sie holt unbarmherzig zum Gegenschlag aus. Unterstützt wird sie dabei von ihrer mit im Haushalt lebenden ledigen Schwester Hilde (Gerda Dohmen). Diese ist dem Bauer schon lange ein Dorn im Auge, zumal sie ständig seine Frau gegen ihn aufhetzt. Darum setzt er alles daran, sie mit Hilfe seines verwitweten Freundes Heinz (Harry Jeurissen), der in seiner freien Zeit gerne dichtet, loszuwerden.

Die Tochter des Hauses, Eva (Kerstin Pajak), ist ein wenig ausgeflippt und hält nichts von den „schlappen“ Männern im Dorf, bis ihr das Muttersöhnchen Hans (Stefan van Ree) über den Weg läuft. Eine überzeugte Männerfeindin ist auch die Pfarrköchin (Bertine Topa), die Sitte und Moral des „Dörfleins“ stets im Auge behält. Dass dabei so einiges schiefgehen kann, muss auch der Altwarenhändler Franz (Herbert Christen) bei seinem Debüt schmerzvoll erfahren, als er auf eine Heiratsannonce antwortet. Dennoch: Ein glückliches Ende ist vorprogrammiert. Und bis dahin jagte eine turbulente Szene die andere. Die Akteure auf der Bühne und hinter den Kulissen fanden ihre helle Freude daran, wie das begeisterte Publikum auf ihre Darbietungen abfuhr.

Silberne Nadel

Am Ende der Premiere stand noch die Ehrung des Silberjubilars Harry Jeurissen auf dem Programm. Die Vorsitzende Bertine Topa bedankte sich bei ihm für sein Engagement in der Bardenberger Laienspielgruppe, indem sie ihm eine silberne Nadel ansteckte und ein Präsent überreichte. Er war durch seinen Partner Heinz Kremer zu den „Dilettanten“ gekommen. Und war mit ihm in den verschiedensten Rollen über die Jahre zur Höchstform auf der Bühne aufgelaufen.

Weitere Aufführungen gibt es für alle, die die Bardenberger Termine verpasst haben, bereits am Samstag, 1. April, um 19 Uhr in der Europaschule. Um 15.30 Uhr wird dort am Sonntag, 2. April, das Stück über die Bühne gehen. Am 8. und 9. April gastiert die Heimatbühne Bardenberg im Haus Goertz an der Schulstraße, ebenfalls um 19 Uhr beziehungsweise um 15.30 Uhr.

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