Eierball-Hockey für gesunde Bewegung

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Volle Konzentration beim Ringewerfen: So werden beim Projekt der DJK Westwacht Weiden die psychomotorischen Fähigkeiten gefördert. Kinder und Eltern haben dabei ihren Spaß. Fotos (6): Conny Stenzel-Zenner Foto: Conny Stenzel-Zenner

Würselen. Brettball, Eierball-Hockey mit Überraschungseiern, Pferderennen und ein Hindernis-Marathon: Was erst einmal kurios klingt, sorgt bei den Kindern im Alter zwischen sechs und elf Jahre für Begeisterung. Sie laufen, hopsen, klettern und springen zweieinhalb Stunden lang unter Anleitung der DJK Westwacht Weiden in der Turnhalle am Marktplatz.

Sie treten gemeinsam mit ihren Eltern zu den „Olympischen Spielen“ an – die aber eben anders sind. „Zum siebten Mal organisieren wir ‚Toben macht schlau‘“, sagt Margret Kuck, Übungsleiterin. Gemeinsam mit acht weiteren Übungsleitern hat sie einen Vormittag zur Förderung der psychomotorischen Fähigkeiten der Kinder organisiert. „Dabei geht es um Bewegung, um Spiel und um Wahrnehmungserfahrungen.“ Die Idee der Breitensportabteilung der DJK basiert auf dem Buch „Toben macht schlau“ von der Professorin für Sportpädagogik Renate Zimmer, die beschreibt, dass Bewegen das beste Startkapital zum Leben sei.

„Das Konzept besagt, dass über die Freude an Bewegung Kinder mehr erfahren als über passives Schlucken von Wissensinhalten“, betont Sportlerin Kuck, während die Kinder es kaum abwarten können, endlich beim Hindernismarathon gegeneinander anzutreten.

Die ganze Halle ist ein Parcours: Laufen über Bänke, hüpfen wie ein Frosch, über eine Kastentreppe auf eine Matte springen, eine Sprossenleiter hochklettern, um ein Handtuch zu ergattern, auf Rollbrettern zu Wasserschüsseln fahren, um einen Apfel zu essen – die Stationen haben es in sich. Einige Eltern wollen nicht wie Frösche hüpfen, weil diese Bewegung in die Knie geht. Disqualifiziert wird niemand, Spaß haben alle.

„Leider verbringen unsere Kinder zu viel Zeit mit sitzenden Tätigkeiten. Leider lösen mediale Erfahrungen das bewegte Spielen und Lernen immer mehr ab“, meint Margret Kuck.

„Schön, dass Mama dabei ist“

Die Kinder sind an diesem Vormittag weit entfernt vom Sitzen, vom Stillsitzen und von der Langeweile. Nele (6) etwa schaut zwar gerne Fernsehen, kann sich aber durchaus für den Wettkampf in der Halle begeistern, wie sie sagt. „Es ist schön, dass Mama dabei ist“, meint sie und erntete Kopfnicken von allen anderen Kindern. Die haben richtig viel Freude, ihre Eltern beim Sport zu beobachten und gemeinsam mit ihnen als Team gegen andere Teams zu kämpfen.

„Für die Kinder ist diese Sporterfahrung sehr wichtig, denn erstens erleben sie ihre Eltern beim Sport und zweiten erleben sie sich gemeinsam mit ihren Eltern beim Sport“, erklärt Josef Kuck, 1. Vorsitzender des DJK. In seinem Verein sei der Breitensport sehr wichtig – und dabei auch das gemeinsame Sporterlebnis von Eltern und Kindern in dieser Altersgruppe.

„Normalerweise gibt es keine gemeinsamen Angebot für dieses Alter“, betont Kuck, der mit Freude sieht, wie viel Spaß das Angebot den Familien macht. Kostenlos ist es dank Sponsorenhilfe obendrein. Da schmeckt das gesunde Frühstück, das zwischen den einzelnen Disziplinen für neue Energie sorgt, um so besser...

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