Ehrenringverleihungen: Säulen der funktionierenden Gesellschaft

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
4628146.jpg
Drei verdiente Herzogenrather: Folker Moschel, Anne Fink (v.l./Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Manfred Fleckenstein (r./SPD) wurden von Bürgermeister Christoph von den Driesch für 25 Jahre kommunalpolitische Tätigkeit gewürdigt. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Öffentliche Sondersitzung des Stadtrates aus gutem Anlass: Die Stadtverordneten Anne Fink, Dr. Manfred Fleckenstein und Folker Moschel wurden ausgezeichnet. Der Ehrenring ist eine besondere Würdigung für 25 Jahre ehrenamtliche kommunalpolitische Tätigkeit als Ratsmitglied beziehungsweise sachkundiger Bürger.

Auch Vertreter der Städteregion Aachen, allen voran Städteregionsrat Helmut Etschenberg und die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Städteregionstag, Ingrid van Morandell, wohnten der Ehrung bei.

Nach dem musikalischen Auftakt durch das Gitarrenensemble der Musikschule Herzogenrath unter Leitung von Aimee Vroomen hieß Bürgermeister Christoph von den Driesch alle Gäste zum Festakt willkommen.

„Im Mittelpunkt stehen eine Bürgerin und zwei Bürger unserer Stadt, die es zu ehren gilt für ihr herausragendes, über viele Jahre hinweg wahrgenommenes ehrenamtliches Engagement auf politischem und gesellschaftlichem Gebiet: die Stadtverordnete und 3. stellvertretende Bürgermeisterin, Anne Fink, den Stadtverordneten und 2. stellvertretenden Bürgermeister, Dr. Manfred Fleckenstein, und den Stadtverordneten Folker Moschel“, stellte er heraus. „Engagement ist freiwillig und umsonst, aber niemals ohne Gewinn!“, betonte der Bürgermeister das langjährige Engagement der neuen Ehrenringträger für das Gemeinwohl.

Die drei hätten gemeinsam 75 stolze Jahre Ehrenamt vorzuweisen. „Eine beachtliche Leistung, der wir unseren Respekt ausdrücken möchten. Was wäre eine Stadt ohne die Menschen, für die es eine Selbstverständlichkeit ist, ihre freie Zeit für ehrenamtliche Arbeit einzusetzen?“, sagte der Laudator.

Ehrenamtler seien die Säulen einer funktionierenden Gesellschaftsstruktur, ohne sie könnten die inneren Strukturen in den Vereinen und in anderen Organisationsformen nicht aufrecht erhalten werden. „Die Anforderungen an ein kommunalpolitisches Mandat liegen auf unterschiedlichen Ebenen.

Die verantwortlichen Funktionen erfordern eine intensive Einarbeitung in komplexe Zusammenhänge, Sorgfalt, Fachkenntnis, Sitzungs- und Gremienarbeit und nicht zuletzt einen hohen Zeitaufwand“, betonte von den Driesch. Der besondere Spagat in der Kommunalpolitik laute: Massiv gestiegene sachliche Anforderungen stehen immer schwierigeren persönlichen Rahmenbedingungen für dauerhaftes politisches Engagement gegenüber.

„Unsere neue Ehrenringträgerin und unsere Ehrenringträger werden bestätigen können, dass sich die Welt der ehrenamtlichen Kommunalpolitik in den vergangenen Jahren enorm verändert hat: Ein Bündel von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen macht kommunale Selbstverwaltung nicht einfacher.

Stichwörter sind hier: demographischer Wandel, Integration, Haushaltskonsolidierung, Neuausrichtung kommunaler Familien- und Bildungspolitik, interkommunaler Standortwettbewerb“, erklärte von den Driesch, wie sich für die Preisträger spürbar der Aufgabenwandel und die Aufgabenverdichtung in den vergangenen Jahren beschleunigt hätten.

„Eine neue Ehrenringträgerin, zwei neue Ehrenringträger – drei Menschen mit völlig unterschiedlichen Berufen, Interessen und Lebensgeschichten – und doch verbindet sie heute eine gemeinsame Sache: Ihr Einsatz zum Wohle unserer Stadt“, lobte der Bürgermeister.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert