„Efas“ sucht neue freiwillige Mitstreiter

Von: mabie
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Wünschen sich mehr Ehrenamtler für „Efas“ in Herzogenrath: Kerstin Harings vom Koordinationsbüro „Rund ums Alter“, die Freiwilligen Franz-Gert Schönen und Matthias Zenner, sowie Monika Jentzen-Stellmach und Jessica Hugot (v.l.) von „moliri“ Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Franz-Gert Schönen ist ein kommunikativer Mensch. Der Pensionär hat früher „im sozialen Bereich“ gearbeitet, wie er von sich sagt, wollte nach zweijähriger Auszeit wieder etwas tun, das ihn erfüllt. Bei „Efas“, dem Projekt Ehrenamt für Familien und Senioren in Roda, konnte er schnell zum Zentrum dessen vordringen, was ihm Spaß macht: die persönliche Betreuung von Menschen.

„Ich habe davon in der Zeitung gelesen, aber zunächst gedacht, das wäre nichts für mich“, sagt er lächelnd. Heute betreut er einen 87-Jährigen, der zwar geistig noch fit ist, dessen gesundheitlicher Zustand es aber nur selten zulässt, das Haus zu verlassen.

Sieben Jahre älter ist der Mann, den Matthias Zenner betreut hat. Auch er kam über einen Artikel in unserer Zeitung dazu und hat sich gleich entschieden, einen Senior betreuen zu wollen. „Die Chemie stimmte auf Anhieb“, freut sich Matthias, auch das vertrauliche „Du“ war schnell angeboten und der Austausch mit dem heute 94-Jährigen war eine Bereicherung im Leben des Pensionärs.

Gemeinsame Gespräche, kleine Ausflüge, regelmäßige Treffen einmal die Woche oder alle 14 Tage sind das, was „Efas“ ausmacht. Und das gilt nicht nur für die Betreuung von Senioren.

„Wir suchen natürlich auch Familienpaten“, sagt Monika Jentzen-Stellmach von der Caritas Servicestelle für Familiengesundheit „moliri“, die mit dem Frauen-Kommunikations-Zentrum „FrauenKomm.Gleis1“, dem städtischen Koordinationsbüro „Rund ums Alter“, dem Jugendamt der Stadt Herzogenrath und dem Lokalen Bündnis für Familie Herzogenrath das Projekt betreut.

Derzeit verschenken 28 Ehrenamtler einen Teil ihrer Freizeit, um Eltern zu entlasten, Kinder zu fördern und Senioren zu unterstützen. Vor allem sind es aber Frauen, die Kontakt suchen und auch Hilfe anbieten.

So wird der vielzitierte Spruch von der „Win-win-Situation“ einmal nicht nur wirtschaftlich gebraucht, sondern darf auch auf die soziale Ebene heruntergebrochen werden. „Die Leute sind einfach nur dankbar“, sagt Franz-Gert Schönen, der sich wünscht, dass viele Menschen, die vielleicht nach dem Ende ihrer beruflichen Tätigkeit noch nicht entschieden haben, was sie mit ihrer Zeit tun, seinem Beispiel folgen.

Und vielleicht ist es auch ein Weg in die Zukunft der heute gerade zum Ruheständler gewordenen Menschen, sich auf ihr eigenes Alter vorzubereiten. „Obwohl ich heute noch nicht weiß, ob ich will, dass einer kommt“, schließt Matthias Zenner.

Sein Kollege im ehrenamtlichen Dienst kann sich das schon vorstellen: „Ich fände es gut, wenn da einfach jemand wäre“, meint er mit stillem Blick auf die kommenden Jahre.

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