Herzogenrath - Edith Suchodrew stellt in der Villa Herzogenrath aus

Edith Suchodrew stellt in der Villa Herzogenrath aus

Von: Nina Krüsmann
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Eröfnen die Ausstellung: Bassy Aschira Blessed und Lidija Ebert und Edith Suchodrew. Foto: Krüsmann

Herzogenrath. Blumenumrankte Frauen, Weltall und Sterne und jüdische Motive: Künstlerin Edith Suchodrew ist die Vielseitigkeit in Person. Ein buntes Kaleidoskop ihres Schaffens zeigt die kreative Frau jetzt unter dem Titel „Die Seelen der Leben“ im Kunst-Kultur- und Wirtschaftszentrum (KKWZ) in der Villa Herzogenrath. Zu sehen sind Aquarellgemälde und computergrafische Malerei.

Die Eröffnung der Werkschau fand im Rahmen einer musikalischen Kunst-Matinée mit Brunch statt. KKWZ-Leiter Hartmut Dammer begrüßte die Gäste mit seiner Frau Svitlana Bilash und wies darauf hin, dass alle Akteure Hobbykünstler seien. Das macht den besonderen Charme der Veranstaltung aus. „Denn wir haben hier Talente vor uns, von denen noch einiges zu erwarten ist“, freute sich Dammer.

Musikalisch untermalt wurde der Vormittag im Kaminzimmer der ehemaligen EBV-Villa von der Pianistin Britta Tiemann aus Kelmis. Die beiden Sängerinnen Bassy Aschira Blessed und Lidija Ebert begeisterten nicht nur mit ihren Darbietungen, sondern auch ihren Kostümen. Passend zu ihrem Walzer „Herbstblätter“ trug Ebert eine Krone aus buntem Herbstlaub, das auf den baldigen Wechsel der Jahreszeit hinweist. Im weiteren Konzertprogramm wechselten die drei Damen sich ab und boten dem Publikum einen unterhaltsamen Reigen unter anderem aus Gedichten, Rumba-Rhythmen sowie spanischem und italienischem Liedgut. Natürlich war auch das titelgebende Gedicht „Die Seelen der Leben“ zu hören.

Man merkt der 59-jährigen Künstlerin Edith Suchodrew förmlich an, wie viel ihr der kreative Ausdruck bedeutet. Die Ideen sprudeln nur so aus ihr heraus. Zur Vernissage trägt sie Gedichte ihrer 2000 verstorbenen Mutter Doris vor, mit der sie in enger künstlerische Weggemeinschaft stand. Mutter und Tochter, beide Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Aachen, die Lyrikerin und die Malerin und Graphikerin waren Freundinnen im Leben und Weggefährtinnen in der geheimnisvollen Welt der Kunst.

Teil der Ausstellung sind computergrafisch veränderte Malereien. Scheinbar spielerisch gibt die Künstlerin mit Hilfe des Mediums Computer ihren Arbeiten den letzten Schliff. 1953 in Eupatoria geboren, absolvierte Suchodrew 1981 ihren Abschluss an der Kunstakademie im lettischen Riga in Grafik und Freier Bildender Kunst. Seit 1991 wohnt sie in Aachen, beteiligte sich seit 1974 an mehr als 400 Gruppenausstellungen und 72 Einzelausstellungen. Suchodrew erhielt bis dato 35 internationale Auszeichnungen und Preise.

Die Ausstellung ist bis 29. September dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 16 Uhr und sonntags von 12 bis 16 Uhr zu sehen.

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