Herzogenrath - „e-CarSharing-Station“ am Herzogenrather Bahnhof eröffnet

„e-CarSharing-Station“ am Herzogenrather Bahnhof eröffnet

Von: Markus Bienwald
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Natürlich geht „e-CarSharing“ auch per Smartphone-App, wozu der Nutzer sich allerdings – wie bei anderen Buchungsformen auch – vorher registrieren lassen muss. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Wie eine Nabelschnur verbindet das gelbe Stromkabel den elektrischen Smart mit einer kleinen Säule, die seit Montag den Startschuss in eine neue Form der Elektromobilität bedeutete. Denn mit der ersten „e-CarSharing-Station“ von cambio im Parkhaus am Herzogenrather Bahnhof soll Autofahren nur mit Strom nun für alle möglich sein.

Möglich wurde dieses im Nordkreis bislang einzigartige Projekt durch die Zusammenarbeit des bereits in Aachen länger aktiven und in Herzogenrath seit dem Sommer mit einer „CarSharing-Station“ am TPH in Kohlscheid vertretenen Anbieters cambio, der Stadt Herzogenrath und dem Versorgungsunternehmen enwor. Doch hinter der Zusammenarbeit steckt noch mehr: das Förderprojekt „eMove“, ein Forschungsprojekt des Bundes im Rahmen der „Modellregion Rhein Ruhr – Phase 2“.

Mobilitätsangebote fördern

„eMove“ will Elektromobilität konkret vor Ort umsetzen, integriert in das bestehende Angebot aus ÖPNV und Individualverkehr, und stellt dafür Gelder bereit, mit denen sich beispielsweise geteilte E-Mobilität fördern lässt. So werden in der Städteregion Aachen im Rahmen von „eMove“ schon 20 Elektrofahrzeuge eingesetzt und damit Erfahrungen gesammelt.

„Unser Ziel ist es, weitere Mobilitätsangebote in Herzogenrath zu fördern“, sagte Rodas Bürgermeister Christoph von den Driesch. Er freute sich über den gelungenen Start von cambio in Herzogenrath und ist zuversichtlich, dass das neue Mobilitätsangebot auch in Herzogenrath-Mitte viel Zuspruch finden wird. „Aktuelle Studien belegen, dass die eigene Mobilität künftig immer stärker durch fremdangebotene Transportmöglichkeiten und weniger durch den eigenen PKW geprägt sein wird“, so von den Driesch weiter. Die gemeinsame Nutzung eines Fahrzeuges, das Umfragen von cambio zufolge bis zu zehn individuelle Fahrzeuge ersetzt, ist aber nur ein Gedanke hinter der Station.

Denn schließlich kommt der Strom für die Ladestation von einer Photovoltaikanlage des Projektpartners enwor auf dem Dach des Parkhauses an der Bicherouxstraße. Die hat seit der Fertigstellung im Sommer 2011 schon rund 350.000 Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugt und damit 200 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Mit dem Anschluss an die Ladesäule, können die cambio-Nutzer mit den elektrifizierten Fahrzeugen den Gedanken ökologischer Fortbewegung weiterführen.

Losfahren will allerdings ein wenig geplant sein. Denn bei cambio müssen sich Nutzer registrieren und per App, telefonisch oder im Internet ein Auto buchen. Und weil das Auto elektrisch fährt, muss zuvor auch die Fahrstrecke geschätzt werden. „Die aktuelle Akkutechnik lässt leider nur eine begrenzte Reichweite zu“, heißt es dazu auf der cambio-Homepage. Die maximale Reichweite ist daher derzeit auf 60 Kilometer begrenzt.

Zurück an die „Nabelschnur“

Dazu kommen noch Faktoren wie die Fahrweise und der Einsatz elektrisch betriebener Einrichtungen im Fahrzeug, beispielsweise der Klimaanlage, was einen durchaus nachhaltigen Eindruck auf die mögliche Reichweite des E-Mobils haben kann. Ist dann aber die Strecke abgespult, muss der beinahe lautlos dahingleitende Elektro-Smart wieder zurück an die Nabelschnur. Nach einem tiefen Schluck aus dem ökologisch erzeugten Stromvorrat darf er dann wieder zurück auf die Straße. Fast lautlos und natürlich kabellos.

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