Dynamische Show: Lichtkünstler illuminiert die Alsdorfer Burg

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
5699828.jpg
Historisches Gemäuer mit futuristisch-abstrakten Lichtspuren: Bei der dritten Illumination der Alsdorfer Burg war viel Bewegung mit im Spiel. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Eindrucksvoll war die Kombination aus Licht und Alsdorfer Burg schon zweimal. So viel Dynamik wie bei der dritten Illumination im Rahmen des Kulturfestivals der Städteregion Aachen hatte zuvor aber noch nicht dringesteckt.

Waren es bei den vorigen Inszenierungen rote Lichtsäulen, die starr auf dem Gemäuer emporragten, setzte der Berliner Lichtkünstler Philipp Geist am Samstagabend mit Beginn der Dämmerung ganz klar auf die Bewegung.

Scheinwerfer musste er dazu nicht rund um die Burg aufstellen. Dem gebürtigen Oberbayern genügten zwei gewaltige Beamer, die er im Heck seines Transporters platziert hatte. Deren Lichtleistung konnte sich sehen lassen. Von einem Pult neben dem Fahrzeug aus dirigierte Geist live das so genannte „Video Mapping“ bei dem am Computer skizzierte Lichtschablonen auf die Burgmauern projiziert wurden. Mal zogen einzelne Lichtpunkte wie kleine Raupen über die Burg, mal schossen Lichtstrahlen spiralenförmig hin und her oder huschten rasterförmig von oben nach unten.

Stets aufs neue setzten sich Lichtkegel zu Formen zusammen und zogen wieder auseinander. Ein Mix aus Hunderten einzelnen Lichterkleidern, stets maßgenau geschneidert auf das Gebäude. So konnte Philipp Geist einzelne Giebel akzentuieren oder allein die Sprossenfenster in ein giftiges Neon-Grün tauchen. Kunstnebel, der aus Düsen am Rand des ehemaligen Wassergrabens waberte, tat sein übriges, um diese märchenhafte Atmosphäre beim Tanz der Lichter zu verstärken.

Ebenso wie die sphärenartigen Klänge, die aus den Lautsprechern über die Menge der gut 2000 Zuschauer hinwegwehten. Szenenapplaus wurde oft und kräftig gespendet. Ein breiter Korridor war im Park von Absperrband begrenzt, damit die Beamerstrahlen freie Bahn hatten. Doch links und rechts davon hatten sich schon lange vor dem Einbruch der Dämmerung etliche Zuschauer postiert. Viele Fotografen nutzten die einmalige Gelegenheit, um mit Stativ und Langzeitbelichtung die Lichtspuren festzuhalten.

Alsdorfer Künstler machen mit

Zu sehen gab es bereits am frühen Abend so manches. Einige internationale „Walking Acts“ bevölkerten den Burgpark und unterhielten die Gäste ebenso wie Alsdorfer Künstler. Als alter Bekannter des Festivals präsentierte Märchenonkel Franz-Josef Kochs Schattentheaterszenen im Kaminzimmer der Burg. Im Innenhof war der Junge Chor Alsdorf zu hören. Gut drei Stunden lang stimmten diese Künstler die Besucher auf das Highlight in der Dämmerung ein, das nur wenige Sekunden brauchte, um die Gäste für gut zwei Stunden komplett in eine Welt aus Licht zu entführen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert