Alsdorf - Duo „Quassel & Strippe“ feiert Premiere bei der Prinzengarde

Duo „Quassel & Strippe“ feiert Premiere bei der Prinzengarde

Von: Stefan Schaum
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Gut drauf in der alten Bütt der Gardeströpp: Lena Keufgens (l.) und Sophie Wabbals mit den Orden, die sie vor wenigen Tagen von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft bekommen haben. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Wenn Töchter in die Pubertät kommen, haben Mama und Papa oft nicht viel zu lachen. Im Fall von Lena Keufgens (16 Jahre) und Sophie Wabbals (13) könnte es anders sein. Die packen ihre Geschichten rund um Pickel, Freund und Elternstress nämlich in der Bütt aus.

Als Duo „Quassel & Strippe“ standen sie schon zweimal bei den Gardeströpp-Sitzungen des Alsdorfer Gymnasiums auf der Bühne. Und jetzt sind sie reif für die Premiere bei der Alsdorfer Prinzengarde. Das bedeutet: Zeit für hohes Lampenfieber.

Noch hat es seinen Höhepunkt nicht erreicht, aber das wird kommen. „Ich bin nämlich eigentlich ein schüchterner Typ“, sagt Sophie Wabbals. Als Tanzmariechen der KG Schaufenberg kennt sie zwar die Bühne, aber Auftritt als Büttenrednerin seien noch mal eine ganz andere Nummer. Dass sie Ja gesagt hat, als Lena vor zwei Jahren mit dem Vorschlag kam, es doch mal als Duo zu versuchen, bereut sie dennoch nicht.

„Macht schon Spaß, in der Bütt etwas zu erzählen.“ Reimen muss es sich, darauf legen beide großen Wert. Über die Eltern zu lästern, ist auch ganz ok, finden die Mädchen. Und so kommt es zu Sprüchen wie diesem hier: „Meine Mutter trägt den Faltenrock jetzt im Gesicht – da helfen auch Puder und Schminke nicht.“ Mama wird darüber lachen, wenn sie im Publikum sitzt und es hört, da ist Lena sich ganz sicher.

Was sie noch so alles zu hören bekommt, bleibt vorerst geheim. Ihre Texte kennen nur die beiden, da wird auch nicht viel verraten.

Obwohl: Noch ein weiterer kennt die Büttenrede, denn vor den ersten Auftritten bei der Prinzengarde – deren Talentschmiede die Gardeströpp-Sitzungen sind – feilen „Quassel & Strippe“ in einer Art Trainingslager an ihrem Vortrag. Büttenredner Manni Dreschers, der seit vielen Jahren Stammgast bei den Shows der Garde ist, hilft den Teenagern gerne dabei, die richtige Form zu finden. „Der ermahnt uns vor allem immer, dass wir langsamer sprechen sollen“, sagt Lena Keufgens.

Klar, dass das den Teenagern nicht so leicht fällt. „Wenn die Nervosität kommt, plappern wir immer schneller.“ Auf Hochdeutsch übrigens, denn Alsdorfer Platt sprechen beide nicht. Die alte Tradition der Büttenrede finden sie aber super und wollen gerne dazu beitragen, dass sie erhalten bleibt.

Einen gar nicht mal so kleinen Ansporn haben sie jüngst übrigens bekommen, und zwar von Hannelore Kraft persönlich. Die NRW-Ministerpräsidentin hat den beiden in Mülheim einen Orden überreicht. Dort waren „Quassel & Strippe“ zu Gast beim Kinderprinzenempfang. „Ein tolles Gefühl“, sagt Lena Keufgens. Und eine Ermunterung, dem jecken Brauchtum noch möglichst lange erhalten zu bleiben.

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