Herzogenrath - Druckgrafiken von Patrick Fauck im Forum für Kunst und Kultur

Druckgrafiken von Patrick Fauck im Forum für Kunst und Kultur

Von: Nina Krüsmann
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Begrüßten bei der Vernissage die Gäste (v.l.): Forumsleiter Professor Fritz G. Rohde, der Aachener Kunstexperte Josef Gülpers und Erich Lantin vom Forum vor dem Werk „Mein Memory!“. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Spannende Druckgrafik aus Leipzig ist derzeit im Eurode-Bahnhof zu sehen. Die Ausstellung des Leipziger Künstlers Patrick Fauck im Forum für Kunst und Kultur Herzogenrath zeigt Grafiken, die von Alltagssituationen erzählen.

„Manchmal mit Melancholie, viel feiner Ironie und oft mit schwarzem Humor. Es sind keine realistischen Handlungen, sondern Sprachbilder, bei denen abstrakte Begriffe oder Gedankengänge versinnbildlicht werden und sich zu überraschenden Szenen wandeln“, erklärte Professor Fritz G. Rohde, Leiter des Forums für Kunst und Kultur Herzogenrath. Dabei würden sich die Werke auf spielerische Weise den Überforderungen annähern, denen die Menschen tagtäglich ausgesetzt sind.

Aufgrund seiner vielfältigen internationalen Aktivitäten konnte der Künstler der Vernissage leider nicht beiwohnen. u sehen sind 40 Arbeiten vom „Versuchskaninchen” über „Scheinheiliger”, „Kopfkino” und „Aschermittwoch” bis zum „Puppenspieler”. „Allein über den Titel dieser Ausstellung lässt sich eine ganze Rede verfassen. Leipziger Printen? Printen? In Verbund mit dem Wort Köstlichkeit? Das können nur Aachener Printen sein!“, erklärte der Aachener Kunstexperte Josef Gülpers bei seiner Einführung zur Vernissage.

„Das Wort Printe hat von seiner Herkunft aus dem englischen to print und dem niederländischen prent etwas mit Drucken zu tun, und das, was der Aachener zur Vollendung des Geschmacks liebevoll einem Sauerbraten beigibt, ist verwandt mit dem Drucken, mit Grafiken“, führte Gülpers weiter aus.

Patrick Fauck wurde 1970 im Saarland geboren, studierte in Mannheim Gestaltung und Grafik-Design, in Heidelberg Kunstgeschichte und Philosophie. Er schloss ein Aufbaustudium im Bereich Grafik in Burg Giebichenstein an und studierte schließlich noch an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, wo er heute auch lebt und arbeitet. „Die Stipendien, die Auszeichnungen, die Preise, die er mittlerweile erhalten hat, sowie seine Ausstellungen, auf denen er vertreten war, aufzuzählen, würde den Rahmen dieser Veranstaltung bei weitem sprengen“, betonte Gülpers.

Patrick Fauck arbeitet ausschließlich im Genre der Druckgrafik. Die grafischen Techniken des Lichtdrucks, der Lithografie, des Holzschnitts und der Kaltnadel verleihen den Arbeiten Form und Ausdruck. „Das ist heute eher selten. Viele Künstler schreckt der hohe Arbeitsaufwand, das unbedingte Muss an technischer Versiertheit und vor allem die leider häufig anzutreffende Geringschätzung des Publikums, die ein prächtiges Gemälde, ein buntes Aquarell, ja selbst eine Zeichnung, eben das einzigartige Unikat vorziehen“, erklärt Gülpers. Vielleicht könne die Ausstellung ihr Scherflein dazu beitragen, diese Einstellung, dieses Vorurteil zu ändern.

Die Schau ist bis 3. September dienstags bis samstags von 15 bis 18 Uhr zu sehen.

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