Würselen - Drogen und Vandalismus: Sorgen um den Karlsplatz

Drogen und Vandalismus: Sorgen um den Karlsplatz

Von: ehg
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Würselen. „Die Situation am Kinderspielplatz Karlsplatz verschlimmert sich ständig“, begründete der Vorsitzende der Siedlergemeinschaft Würselen II, Hans-Peter Gülpen, seinen Antrag, die beschmierte Halbkugel zu entfernen und die Ausleuchtung des Platzes zu verbessern, um den dort randalierenden jungen Erwachsenen das Handwerk zu legen.

„Wir wollen nicht länger von ihnen bedroht werden. Und auch nicht, dass unsere Häuser beschmiert werden.“ Aufgrund des Antrages hatte am 30. März bereits eine Ortsbesichtigung durch die Verwaltung stattgefunden. Dabei wurden rund um den Spielplatz neben diversem Müll Zigarettenkippen und ein leeres Tütchen ausfindig gemacht, das auf möglichen Drogenkonsum verwies.

Ein Anwohner des Platzes informierte die Verwaltung, dass der Platz häufig von Jugendlichen aufgesucht werde, die vor Ort Alkohol konsumierten und schnell aggressiv würden. In Augenschein genommen wurde auch die mit „schmutzigen“ Sprüchen beschmierte Halbkugel, die vornehmlich von Jugendlichen „genutzt“ beziehungsweise missbraucht würde. Das Hauptproblem vor Ort – so hieß es beim Ortstermin weiter – seien die Jugendlichen, die gezielt den Platz aufsuchten, um sich dort zu betrinken und Drogen zu konsumieren.

Beim Ortstermin wurde vereinbart, die „gefährliche“ Halbkugel vorübergehend zu entfernen. Doch stellte im Nachhinein die KDW fest, dass eine vorübergehende Entfernung des Spielgerätes nicht möglich sei, da es ob seines Alters nicht neu aufgebaut werden könnte. Die Arbeitsgemeinschaft „Stadt der Kinder“ empfahl daraufhin, die Halbkugel nicht zu entfernen, dem auch von der Verwaltung entsprochen wurde.

Derzeit kontrollierte das Ordnungsamt in regelmäßigen Abständen den Platz. Am 22. April habe der Streetworker Jugendliche vor Ort angetroffen. Er habe diese für das Angebot „Nachtaktiv“ gewinnen können, bei dem diese noch am selben Abend mitgemacht hätten. Die Verwaltung habe, wie es weiter in ihrem Bericht hieß, das Kommissariat KK 24 über den Drogenkonsum am Karlsplatz informiert.

Die Siedlergemeinschaft wurde daher gebeten, sich mit dem Kommissariat in Verbindung zu setzen. Die AG „Stadt der Kinder“ empfahl der Siedlergemeinschaft eine weitere Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Ordnungsdienst der Stadt. Auch sie ist der Meinung, dass der Platz so ausgeleuchtet werden sollte, dass sich die nächtlichen „Besucher“ gestört fühlten. Nach Rücksprache der Verwaltung mit der enwor, steht im Juli diesen Jahres eine Umrüstung auf LED-Beleuchtung im Bereich Karlsplatz an. Erfahrungsmäßig könne über sie bereits eine bessere Ausleuchtung erfolgen.

Die enwor wird nunmehr versuchen, der geschilderten Situation bei der Ausrichtung/Einstellung der Leuchten Rechnung zu tragen. Die Verwaltung schlug deshalb vor, diese Umrüstung und deren Ergebnis aufzuwarten, bevor über die Installation einer oder mehrerer zusätzlicher Leuchten beraten werde.

Dass der öffentliche Raum noch besser überwacht werden müsse, das räumte Bürgermeister Arno Nelles ein. Jedoch bat er um Verständnis, dass die Probleme mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht leicht zu lösen seien. Wenn die Missstände an einem Ort aus der Welt geschafft seien, würden sie an anderer Stelle neu auftauchen, ergänzte SPD-Sprecher Winfried Hahn. Für die CDU-Fraktion versicherte Sylvia Köhne, dass man den Karlsplatz und auch andere Plätze im Auge behalten werde.

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