DRK Alsdorf organisiert Blutspendetag in der Stadthalle

Von: Stefan Schaum
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Natürlich spendet sie selbst auch: Schon weit über 50-mal hat Ellen Hansen ihr Blut gegeben. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Die Macher vom Guinness-Buch der Rekorde haben abgewunken. Der weltgrößte Kuchen in Rotkreuzform sei nichts für sie, zu speziell. Ursprünglich wollte Ellen Hansen, Bereitschaftsleiterin beim Deutschen Roten Kreuz-Ortsverein (DRK) Alsdorf, damit viel Aufmerksamkeit auf den 8. Alsdorfer Blutspendetag ziehen, der am Samstag, 3. August, von 9 bis 17 Uhr in der Stadthalle stattfindet.

Doch sie hat noch einige andere Attraktionen in petto, die möglichst viele Erstspender anlocken sollen. Gewaltige Brotlaibe zum Beispiel.

Statt Kuchen wollen Sie jetzt Brote zu einem Kreuz formen. Auch ein Rekordversuch?

Hansen: Keiner fürs Guinness-Buch. Aber wir wollen die längste Brotlinie in Rotkreuzform im DRK-Landesverband Nordrhein auf dem Denkmalplatz legen.

Wie groß wird die sein?

Hansen: Wir werden 15 Brote à 10 Kilo zu einem Kreuz legen. Jedes Brot misst 90 mal 32 Zentimeter, insgesamt hat das Ganze einen Radius von drei mal drei Meter.

Und das alles nur als Lockmittel?

Hansen: Ja. Macht aber auch Spaß. Und ist wichtig. Im Sommer ist Blut immer knapp, und wenn es so heiß ist wie jetzt, kommen oft noch weniger Spender. Mancher hat Angst, dass er in der Hitze nach einer Spende umkippt.

Zu Recht?

Hansen: Wenn man sich richtig vorbereitet, ist das Blutspenden kein Problem. Wichtig ist, vor der Spende etwas zu essen und vor allem viel zu trinken. Dann ist das für den Körper auch bei über 30 Grad Celsius wirklich kein Ding.

Sie haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: 100 Erstspender wollen sie begrüßen? Ganz schön viel. Rechnen Sie tatsächlich damit, dass die kommen?

Hansen: Ich hoffe darauf. Kann aber gut sein, dass es deutlich weniger sind. Bei anderen Terminen bin ich schon richtig froh, wenn 20 kommen. Aber diesmal wollen wir es eben mal richtig krachen lassen. Es sollten insgesamt auch mindestens 150 Blutspender werden – einer für jedes Jahr DRK, das sein 150-Jähriges feiert.

Rund um die eigentliche Spende bieten Sie deshalb nicht bloß Brote, sondern veranstalten einiges Remmidemmi auf dem Denkmalplatz.

Hansen: Ja. Wir haben eine Hüpfburg, es gibt Kinderschminken und jedem Blutspender schneiden wir 500 Gramm von dem Rotkreuzbrot ab. Dann gibt es auch noch Leckeres vom Grill und belegte Schnittchen. Und einen Thermobecher gratis.

Und wenn dieser Aufwand auch nicht mehr Spender als in anderen Jahren anzieht?

Hansen: Dann weiß ich auch nicht mehr. Das muss jetzt krachen. Wenn jetzt nicht mehr kommen – was soll ich noch bieten?

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