Würselen - „Dreiländer-Streichquartett“: Kammermusik vom Feinstern serviert

„Dreiländer-Streichquartett“: Kammermusik vom Feinstern serviert

Von: ehg
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Pius-Extra-Konzert: Weihnachten mit Mozart mit dem Dreiländer-Streichquartett. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. „Weihnachten mit Mozart“ hat in einem Extra die Veranstaltungsreihe „Pius am Mittwoch“ gefeiert. Das feierliche, festliche und besinnliche Konzert in der Kirchen Pius X. gestaltete das „Dreiländer-Streichquartett“, dessen Musiker seit 2010 in unterschiedlichen Ensembles der Region auftreten und sich zu Beginn des Jahres 2015 den Wunsch einer noch intensiveren Zusammenarbeit durch die Gründung eines Streichquartetts erfüllten.

Sie sprangen für das „Minsker Streichquartett“ in die Bresche, das wegen einer Umbesetzung seine Deutschland-Tournee hatte verschieben müssen. Auch das „Dreiländer-Streichquartett“ wurde höchsten Ansprüchen gerecht und „servierte“ Kammermusik vom Feinsten.

Der „Macher“ von „Pius am Mittwoch“, Hans-Günter Leuchter, stellt das Ensemble kurz vor: Andreas Ilgner (Violine 1) ist als Ingenieur beruflich tätig. Als langjähriger Konzertmeister des Neusser Kammerorchesters trat er im In- und Ausland solistisch auf, auch als musikalischer Leiter des Salonorchesters Kaarst stellte er seine musikalische Bandbreite unter Beweis. Als Primarius des „Dreiländer Streichquartetts“ verschrieb er sich den künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten im Genre der Kammermusik.

Olja Kataran (Violine 2) sammelte ihre musikalischen Erfahrungen an der Oper zu Lemberg und mit den K&K-Philharmonikern. Neben der Sinfoniemusik spielt sie leidenschaftlich Kammermusik, was sie durch ihren Auftritt in „Pius am Mittwoch“ unterstrich. Gegenwärtig unterrichtet sie im Fach Violine an Musikschulen der Region.

Große Bandbreite

Rebekka Zachner (Viola) widmet sich neben ihrer solistischen und konzertanten Tätigkeit der vokalen und instrumentalen Bildung von Kindern und Jugendlichen, unter anderem an der Musikschule Aachen und der Domsingschule Aachen. Ihre Kompositionen werden über die Region hinaus konzertant aufgeführt.

Marton Bereznai, Lehrer am Inda-Gymnasium, fühlt sich ebenfalls der intensiven Pflege der Streichkultur verpflichtet. Diese basiert auf langjähriger konzertanter und pädagogischer Tätigkeit. Das Repertoire des Quartetts umfasst die gesamte Bandbreite der Literatur bis zu zeitgenössischen Kompositionen. Wovon die Konzertbesucher einen kleinen, aber feinen Ausschnitt genießen durften.

Eine erste Kostprobe seiner hohen Musikalität lieferte das „Dreiländer-Streichquartett“ mit „Divertimento D-Dur KV 136, bekannt als „Salzburger Sinfonie“, die Mozart mit 16 Jahren pompös in Noten setzte. Engagiert gingen sie auch bei Mozarts Streichquartett G-Dur, KV 387, eines von sechs Stücken, die der Komponist seinem musikalischen Zeitgenossen Josef Haydn widmete, zu Werke. Fein aufeinander abgestimmt, fing das Quartett die jeweiligen Stimmungen in den Sätzen ein. Mit tänzerischer Leichtigkeit setzte es sich beim „Menuetto-Allegretto“ in Szene. Die Konzertbesucher honorierten die künstlerischen Leistungen mit lang anhaltendem Applaus.

Ein drittes Mal meldete sich Mozart zu „Wort“. Dargeboten wurde das Streichquartett KV 465, das als „Dissonanzen-Quartett“ in die Musikliteratur einging. Warum es seinen Namen von den ersten Takten des Adagio-Satzes mit für die damalige Zeit ungewohnt schneidenden Querständen und klanglichen Reibungen erhielt, das vermochten die Besucher rasch nach zu vollziehen.

Auf dem Programm stand auch ein Quartettsatz des baskischen Komponisten Juan Crisostomo Arriaga des 19. Jahrhunderts, den der „spanische Mozart“, der kurz vor seinem 20. Geburtstag verstarb, mit 17 Jahren schrieb. Den Schlusspunkt setzte das „Dreiländer-Streichquartett“ mit dem berühmten, eher besinnlichen Streichquartett „I Crisantemi“ von Giacomo Puccini. Das Quartett entfaltete noch einmal seine volle Spielfreude.

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