„Dreiklang” fasziniert auf Denkmalplatz

Von: Stefan Schaum
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Ganz schön hoch, die Kunst: Betrachter der „Dreiklang”-Skulptur auf dem Alsdorfer Denkmalplatz müssen da auch mal die Hälse recken. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Flügel, Welle, Grashalme? Oder Finger, die nach etwas greifen? Das hängt ganz von Phantasie und Blickwinkel des Betrachters ab. Die Edelstahlskulptur „Dreiklang” lässt viele Interpretationen zu. Und sie macht sich auch in einem leichten Schneegestöber gut, wie es bei der Enthüllung des neuen Blickfangs auf dem Alsdorfer Denkmalplatz der Fall war.

Bereits im Oktober 2008 hatte sich der Kölner Künstler Philipp Dreber mit seinem Entwurf gegen 28 Mitbewerber im Rennen um den Preis „Kunst für Alsdorf” durchgesetzt. Bei dem seinerzeit fünften Stipendium, das der Kunstverein Alsdorf gemeinsam mit der Kulturstiftung der Sparkasse Aachen vergeben hatte, hatte der 27-Jährige ein Modell von drei geschwungenen Körpern vorgelegt, die sich nach oben verjüngen. Die stehen nun in der gewünschten Größe auf dem neu gestalteten Denkmalplatz: auf stattliche 3,50 Meter Höhe bringt es die massive Skulptur. Nicht nur für Bürgermeister Alfred Sonders ist sie ein echter Hingucker. Gut 60 Interessierte trotzten Kälte, Wind und Schneefall, um die Enthüllung zu erleben. „Der neue Treffpunkt in der Stadt kann sich nun noch besser sehen lassen”, sagte Sonders. „Bei aller Diskussion darüber, wie man den Platz anders hätte gestalten können, muss man sagen, dass er ein toller Blickfang ist. Der Denkmalplatz ist etwas, dass die Stadt in der Gunst der Besucher sicher steigen lässt.”

Von einem „vorweihnachtlichen Geschenk” sprach in dem Zusammenhang Kunstvereins-Vorsitzender Josef Zentis. „Zumal es den Steuerzahler keinen Cent kostet”, wie er betonte. Finanziert hat die Stiftung der Sparkasse die Skulptur. Auch das Preisgeld des Künstlers - 1000 Euro - hatte das Kreditinstitut gezahlt. Für Zentis ist die Skulptur eine Landmarke, nach der man sich richten kann. „Vor vielen Jahren hat man in Alsdorf gesagt: âKomm, wir treffen uns an der Normaluhr am Denkmalpatz´. Nun sagt man vieleicht: âKomm, wir treffen uns am Dreiklang´”.

Für den Künstler Philipp Dreber, der Objektdesign an der Hochschule Niederrhein studiert, war die Enthüllung etwas Besonderes. „Das war für mich ein sehr großes Projekt, das nur mit Hilfe vieler Beteiligter überhaupt zu realisieren war.” So hatten das Tiefbauamt und andere städtische Mitarbeiter ihren Anteil an der Aufstellung der Skultpur. „Es ist schon etwas ganz anderes, seine Kunst nicht in einem Museum, sondern in einem öffentlichen Raum zu erleben.”

Buden bleiben dicht

Der Fanfarenzug Schaufenberg hatte die Enthüllung begleitet, die im Rahmen eines verkaufsoffenen Sonntags eigentlich noch mehr Publikum hätte anziehen sollen. Einige Marktbuden waren am Samstag auf dem Denkmalplatz aufgestellt worden, doch blieben viele dicht. „Kann man nicht verdenken, bei dem Wetter”, sagte Alfred Sonders. Auch auf den Straßen zeigten sich nur wenige, die den Sonntag als Möglichkeit zum Endspurt im weihnachtlichen Geschenkekauf nutzten. Als schlechtes Omen wertete Sonders das nicht.

„Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dieser Platz mit einer passenden Gastronomie im Frühjahr zu etwas ganz Besonderem wird.” Zu einem Aufenthaltsort mit einem ganz eigenen künstlerischen Ambiente.
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