Dreigestirn bedankt sich mit roten Rosen

Von: ehg
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Da tanzen die Damen auf den Stühlen: In der ausverkauften Aula des Gymnasiums hatten die Bühnengäste leichtes Spiel. Foto: Elisa Zander

Würselen. Einen weiteren karnevalistischen Höhepunkt erlebte die Düvelstadt mit der ausverkauften Mädchen-Sitzung der KG „Au Ülle“ im „Gürzenich“ an der Klosterstraße. Mehr als vier Stunden lang wurde eine Rakete nach der anderen gezündet. Als das düvelstädtische Dreigestirn triumphal unter den Klängen des Bundestambourkorps „Alte Kameraden“ Einzug hielt, überschlugen sich die Wellen der Begeisterung.

 Da war es kein Wunder, dass die närrische holde Weiblichkeit sich nicht nur von den Stühlen erhob. Vielmehr kletterten die ekstatisch verzückten Mädels darauf und jubelten Seiner Tollität, Seiner Deftigkeit und Ihrer Lieblichkeit zu, während es von der Decke Konfetti regnete. Sie bedankten sich mit roten Rosen bis in die letzte Ecke des Saales bei ihrem weiblichen Fußvolk.

Vorab hatte es beim Auf- und Abmarsch der riesigen „Ülle“-Streitmacht einen „Eklat“ gegeben. Die Herren der Schöpfung mit „Vize“ Marcel Schröder an der Spitze wollten den „Mädels“ die Bühne streitig machen. Eine „feindliche Übernahme“ führten sie im Schilde, die kläglich scheiterte. Bei Sitzungspräsidentin Astrid Kever, die temperamentvoll und souverän die Zügel in der Hand hielt, und ihrem mittelalterlichen Burgfräuleins holten sie sich eine blutige Nase und wurden lautstark aus dem Saal verbannt. Welch ein Spektakel!

Die Szene beruhigte sich wieder, als die Kinder ihren circensischen Showtanz und die Jugendgarde einen zackigen Tanz in Lila und Weiß auf die Bretter legten. Noch mehr auf Betriebstemperatur brachte die Gesangsgruppe „De Krötsch“ aus der Inde-stadt die ausgelassenen Mädels. Für eine Verschnaufpause trug die Damengarde der Gesellschaft, ein weiteres Pflänzchen in einer Reihe von Eigengewächsen, bei. Den ersten Angriff auf die Lachmuskeln startete das Duo „Herby und Jennes“, schön scharf angerichtet.

Ein weiterer Augenschmaus war der charmante und flotte Tanz von Mariechen Larissa (Kever). Als „Schlabber und Latz“ aus Alsdorf loslegten, musste sich die holde Weiblichkeit warm anziehen, so scharf zielten die beiden in ihrem Zwiegespräch auf das Zwerchfell. Als dann das „Trifolium“, Prinz Harald I., Bauer Achim und Jungfrau Gregoria, auf der Bildfläche erschien, waren die Mädels einfach hingerissen. Ihnen das Trio präsentieren zu können, darauf war KWK-Vizepräsident Friedel Beckers stolz und mit ihm der mittelalterliche Hofstaat und die Prinzengarde, deren Marie Melanie sich durch ihren temperamentvollen Tanz für den rauschenden Empfang im Namen des Dreigestirns bedankte.

Zusätzlich für Stimmung und gute Laune sorgten dessen Lieder, unter anderem ihre Homage an die Düvelstadt „Hey Wöschele“ in „Höhner“-Manier. Ihrem Namen machte die Gruppe „Jod Jeck“ von jenseits der Grenze nicht zuletzt durch ihre fantastische Kostümierung alle Ehre. Darauf setzten die „Ülle“-Damen ihre Showtanz-Hommage an den goldenen Saft der Reben. Sie bestachen sowohl tänzerisch als auch durch ihre schmucke Kostümierung. Was Jeckheit anbetrifft, war das Männerballett der Gesellschaft nicht mehr zu toppen. Es präsentierte eine neue Gesellschaft und zog eine total verrückte eigene Sitzung auf.

Auf Kölsche Art hauten die kessen „Bengels“ gehörig auf die Pauke. Und ließen das Stimmungsbarometer noch einmal weit ausschlagen. Stets den richtigen Ton zu den jecke Tönen der Akteure auf der Bühne fand die Band „Loss Jon“ .

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