Drei Turnhallen wegen Deckensanierung geschlossen

Von: Stefan Schaum
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Voraussichtlich zwei Wochen gesperrt: die Halle der Andreasschule.

Baesweiler. Die Überprüfung dreier Turnhallendecken in Baesweiler ist beendet. Ergebnis: Handlungsbedarf besteht bei jeder von ihnen. Und so werden die Sportstätten der Grengracht- und der Andreasschule sowie die Halle der ehemaligen Lessingschule weiter gesperrt bleiben.

Vor gut einer Woche hatte die Stadt begonnen, nach einer ersten Inspektion aller Hallen die drei genannten noch einmal gründlicher unter die Lupe zu nehmen. Ursprung der Prüfungen, wie es sie landesweit gab, war ein Vorfall in Bochum, wo Teile einer sogenannten Sauerkrautdecken-Konstruktion herabgefallen waren. Solche Deckenkonstruktionen gibt es in Baesweiler so zwar nicht – aber optimal befestigt sind die drei Abhangdecken in den Hallen aus den 1960er und 70er Jahren auch nicht.

Mitarbeiter des Bauhofs werden die genagelte Deckenabhängung an der Andreasschule deshalb mit langen Schrauben verstärken und dauerhaft sichern. Derzeit prüft ein Statiker, welche Befestigungsschrauben verwendet werden, die eigentliche Arbeit soll aber noch in dieser Woche beginnen. Zwar dürfte die Anbringung unkompliziert sein, doch muss dazu ein Hubwagen in der Halle häufig hoch- und runter-fahren, was seine Zeit dauert. „Etwa anderthalb bis zwei Wochen wird die Halle gesperrt bleiben“, sagte auf Anfrage unserer Zeitung der Technische Beigeordnete Peter Strauch am Dienstag.

In der Halle Lessingschule kommt die Abhangdecke ab voraussichtlich Donnerstag komplett runter – und auch nicht wieder hoch. Die Beleuchtung wird direkt an die Betondecke montiert. Dadurch wird die Halle gut 50 Zentimeter höher. Die Arbeiten erledigt eine bereits beauftragte Firma, kalkuliert sind dafür drei Wochen.

Länger dauert es in der Gren-grachtschule. Bis Mitte Oktober bleibt die Sporthalle dort gesperrt. Grund: Es gibt nicht bloß eine Abhangdecke, die mit Schrauben gesichert werden muss, sondern gleich zwei. „Die sind auch beide nötig, um die vorhandene Beleuchtung zu tragen“, sagt Strauch. Also muss in zwei Etappen saniert und neu verschraubt werden. Hier werden Mitarbeiter des Bauhofs tätig.

Schulsport wird es während dieser Zeit nicht geben, sagt Schulamtsleiter Wolfgang Ohler. Zum einen, weil ein aufwendiger Transport für die Schüler zu anderen Hallen vonnöten wäre, zum anderen, weil die Belegungszeiten der Hallen kaum „Luft“ haben. Ohler: „Wenn wir da anfangen, für eine Schule umzuplanen, hat das rasch Auswirkungen auf andere Schulen.“ Ein großer Aufwand, der nur sinnvoll sei, wenn eine noch längere Schließung einer Halle ins Haus stünde. Stattdessen hofft er, dass die Belegungszeiten des Lehrschwimmbeckens an der Grengrachtschule noch ein paar Stunden Freiraum bieten. So könnten die Schüler dort während der Schließungszeit der Turnhalle auf Wassersport umschwenken.

Die Kosten für die Verstärkung der drei Hallendecken kann der Technische Beigeordnete zwar noch nicht exakt beziffern, er geht davon aus, dass die Stadt 20.000 bis 30.000 Euro in die Hand nehmen muss.

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