Würselen - Dr. Till Wagner erhält Online-Auszeichnung

Dr. Till Wagner erhält Online-Auszeichnung

Von: Elisa Zander
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Ein gutes Team: (v.l.) Jessica
Ein gutes Team: (v.l.) Jessica Sommer, medizinische Fachangestellte, Michaela Beckers, Chefarztsekretärin, Dr. Till Wagner, Chefarzt, sowie Oberärztin Anne Mund-Keller. Foto: Elisa Zander

Würselen. Über 27.800 Empfehlungen gab es laut „Focus-Online” für die bundesweite Wahl der „Top-Mediziner”. 1500 davon haben es geschafft und wurden aufgrund von Ärzte-, Patienten- und Selbsthilfegruppen-Befragungen ausgezeichnet

Einer dieser so betitelten „Top-Mediziner” arbeitet im Medizinischen Zentrum (MZ) der Städteregion und leitet als Chefarzt die Klinik für Schmerztherapie und Palliativmedizin: Dr. Till Wagner.

Gemeinsam mit etwa 30 Kollegen bildet er das Team, das jährlich über 3000 Patienten behandelt und jene mit zum Tode führenden Erkrankungen körperlich sowie psychosozial optimal versorgt. „Wir behandeln hier die Spitze des Eisbergs”, sagt Till Wagner. Acht bis zehn Millionen Menschen leiden in Deutschland an chronischen Erkrankungen, die altersunabhängig und in verschiedenster Weise auftreten können.

Gerne würde das Team der Klinik für Schmerztherapie und Palliativmedizin, zu dem neben Physiotherapeuten auch Psychologen gehören, mehr Patienten behandeln. Doch dazu fehlen einerseits mehr Betten in der Abteilung. „Und andererseits ist unsere Warteliste sehr lang”, bedauert Till Wagner die bis zu drei Monate Wartezeit, die Patienten für einen Termin mitbringen müssen. Der Grund hierfür liegt im hohen Zeitaufwand. Allein für die Erstuntersuchung werden 90 Minuten veranschlagt. Denn auf die notwendige individuelle Aufklärung legen die Spezialisten ebenso viel Wert wie auf die abgestimmte Therapie.

Erst kürzlich hat Till Wagner mit der Oberärztin Dr. Andrea Roth-Daniek ein operatives Verfahren implementiert: Die „gepulste Radiofrequenztherapie”, bei der ein Magnetfeld mittels eines Kleinkatheters in die Wirbelsäule eingesetzt wird. Der dadurch abgegebene Wechselstrom soll den Bedarf an Schmerzmittel senken.

„Wir sind regelhaft dabei, neue Therapieverfahren anzuwenden und die Ergebnisse auf nationalen und internationalen Kongressen vorzustellen”, erzählt Till Wagner. So war die Klinik für Schmerztherapie und Palliativmedizin am MZ 2010 weltweit die erste Abteilung, die ein neues Verfahren zur Behandlung von peripheren Nervenschmerzen anwandte.

Als Till Wagner im April 2002 von Hannover an das MZ in Würselen wechselte, baute er die vorhandene Schmerzambulanz gemeinsam mit Oberärztin Anne Mund-Keller zur Abteilung Schmerztherapie und Palliativmedizin aus. Ein anderes Konzept wurde entwickelt, der stationäre Teil neu etabliert. „Es war ein Wagnis, hierherzukommen”, erinnert sich der ausgebildete Anästhesist, „da Aachen die Stadt mit der höchsten Dichte an Schmerztherapeuten war.”

Schon in Hannover hatte er eine Abteilung für Schmerztherapie aufgebaut. Aus dem medizinischen Bereich der Anästhesie und der Urologie kommend, hatte der gebürtige Stuttgarter bereits viele Krebspatienten behandelt, kannte viele Schmerzbilder.

Seine Entscheidung, nach Würselen gekommen zu sein, bereut er nicht, im Gegenteil. „Ich fühle mich wohl”, sagt der 47-Jährige, der sich nicht vorstellen kann, eine andere Profession auszuüben. Auch wenn er mal mit dem Job als Pilot geliebäugelt hatte, nahm er das Medizinstudium auf: „Das war von Anfang an mein Traumberuf.”
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