DORV-Imbiss öffnet am Freitag in Pannesheide

Von: Beatrix Oprée
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Die Utensilien sind vollständig: (v.l.) Dieter Weinkauf von der Arge, Imbiss-Leiterin Gabi Radermacher und DORV-„Aktivist” Wilfried Hammers freuen sich auf bodenständig Leckeres aus der neuen Küche. Foto: B. Oprée

Herzogenrath. Im richtigen Moment zuschlagen, das können die „Aktionisten” in Pannesheide mittlerweile: Denn das Gros der Einrichtung samt Profifriteuse, Frischhaltetheke und Supermarktregalsystem stammt aus einem Internetauktionshaus - eins, zwei drei....

Noch wird fleißig gesägt, gehämmert, gestrichen und geputzt in der ehemaligen Dorfschänke, die so langsam aber sicher zum DORV-Laden mutiert (DORV = Dienstleistung und ortsnahe Rundum-Versorgung). Damit auch die Skeptiker sehen, dass es losgeht, wird am kommenden Freitag, 20. November, 18 Uhr, schon einmal der Imbiss eröffnet.

„Pannesheider Pfannkuchen” wird Betreiberin Gabi Radermacher als besondere Spezialität anbieten, süß mit Honig, Schokolade, Konfitüre oder herzhaft mit Lachs, Schinken, Käse, Kräutern und Ähnlichem. Samstags ist Eintopftag. „Natürlich steht auch Fritt spezial auf der Speisenkarte”, lacht Wilfried Hammers vom DORV-Team. „Das muss einfach sein.”

Natürlich auch Schnitzel

Ebenso wie Currywurst, Bratrolle und sämtliche Schnitzelvariationen, versteht sich. Durchaus als Erfolg verzeichnet Hammers die „Sommergenuss-pur”-Aktionen, die in den vergangenen Wochen beim sonntäglichen Kaffee und Kuchen, teils mit Live-Musik, in dem Backsteinhaus unmittelbar hinter dem Kreisverkehr auf der Pannesheider Straße schon erste Einblicke in das gewährten, was die Kunden erwartet, wenn wie geplant spätestens in der zweiten Januarwoche der DORV-Laden seine Pforten öffnet.

Ein Ort zum Einkaufen, Konsumieren und Kommunizieren soll die ehemalige Kneipe werden. Die Pläne der Macher sind vielfältig und reichen vom frischen Brötchen über die Grundversorgung mit Produkten aus der Region und Getränken bis zu diversen Dienstleistungsangeboten. Ein Bringservice soll älteren und kranken Menschen einen Mehrwert bringen. Neue Arbeitsplätze sollen gleich mit geschaffen werden.

Doch dazu bedarf es der Begeisterungsfähigkeit der Pannesheider, das neue, durch diverse Bürgerversammlungen und -befragungen just auf ihre Wünsche abgeschnittene Angebot auch tatsächlich wahrzunehmen. Denn nur dann können die zunächst als Ein-Euro-Jobs eingerichteten Stellen irgendwann in dauerhafte Arbeitsverhältnisse umgewandelt werden.

Fünf neue Stellen

„Und das ist es schließlich, was Menschen brauchen”, sagt Hammers, seines Zeichens auch Vorsitzender des Vereins Arbeit und Umwelt in der Euregio, der seit über einem Jahrzehnt erfolgreich der Recyclingbörse betreibt. Fünf Stellen sind in guter Kooperation mit der Arge eingerichtet worden. Viel Überzeugungsarbeit hat Wilfried Hammers dazu nicht leisten müssen, wie Arge-Koordinator Dieter Weinkauf versichert, denn DORV-Läden seien bundesweit „positiv besetzt”.

Überdies sei es „sehr sinnvoll, Menschen qualifiziert einzusetzen; besser, als sie nur Blätter im Wald fegen zu lassen”, hofft er, dass sich das Pilotprojekt DORV in Pannesheide „so gut entwickelt, dass geförderte Arbeitsplätze daraus entstehen”. Und dass das Modell im Nordkreis in Serie gehen kann - denn auch in Baesweiler und Würselen gebe es dörflich strukturierte Gebiete, denen ein „DORV” gut stehen würde, sagt Hammers. Erste Gespräche seien geführt, sagt er und bleibt auf dem Boden: „Wir wollen nicht die Welt aus den Angeln heben, sondern an vielen kleinen Orten viele gute Dinge tun.”
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