Doppel-Turnier zum Jubiläum: 50 Jahre Reiterverein Würselen

Von: ust
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Heute geht es los: Ross und Re
Heute geht es los: Ross und Reiter messen auf der Anlage am Teuterhof ihre Kräfte.

Würselen. Wer heute auf die Vielzahl von Reithallen in der Umgebung blickt, findet daran kaum etwas Besonderes. Vor 50 Jahren hatten aber Dr. Peter Breuer, späterer Ehrenpräsident des Reitervereins Würselen, und seine Vorstandskollegen die richtungsweisende Idee: eine überdachte und somit ständig nutzbare Trainingsmöglichkeit für die Vereinsmitglieder sollte her.

Beratend half beispielsweise Kurt Capellmann, Vater von Nadine und Gina Capellmann, um die Finanzierung des Projekts zu sichern und einen geeigneten Platz zu finden. Die Wahl fiel auf das Gelände am Teuterhof im Wurmtal, direkt am Waldrand gelegen.

Im Herbst 1960 folgte der erste Spatenstich für die Reitanlage, die dem Verein sowohl sportlich als auch sozial einen festen Platz gewähren sollte, um das Vereinsleben und die reitsportlichen Erfolge zu fördern. Der Enthusiasmus nach dem ersten Spatenstich war groß, jedoch hakten die Bauarbeiten hier und dort, und Peter Breuer blieben manche finanziellen Bittgänge nicht erspart.

Die handwerkliche Eigenleistung vieler Mitglieder half, die finanzielle Belastung so klein wie möglich zu halten. Dafür opferten die Aktiven manch eigene Reitstunde, darunter noch heute pferdesportlich Aktive wie Willy und Hans Rueben, Karl Felder oder Harry Zartenar. Nach zweijähriger Bauzeit stellte der Reiterverein Würselen einen Hallensteinbau mit einem 20 mal 40 Meter großen Viereck, einer Tribüne von 20 Metern Breite und sieben Metern Tiefe sowie weitläufigen Stallungen fertig. Am 24. März 1962 weihten die Mitglieder ihre neue Halle feierlich ein.

Der Teuterhof als neue Vereinsanlage war in den Jahren, die folgen sollten, nicht nur Austragungsort der vereinseigenen Turniere, sondern auch des Kreisverbands Aachen. Reitsportliche Erfolge gab es immer wieder zu feiern: Willibert Mehlkopf, Peter Petzold oder Hans Rueben ritten zu sportlichen Höhepunkten. In seiner Festschrift zum 75-jährigen Bestehen im Jahr 2000 zählte der Verein seine Mitglieder auf, die Träger des deutschen Reiterabzeichens in Gold sind, darunter Karl Breuer, Nadine Capellmann, Gina Capellmann-Lütkemeier, Maria Haugg, Wolfgang Knorren, Stefanie Peters, Sabine und Susanne Rueben, Peter Weinberg und viele andere.

Im Jahr des 50-jährigen Bestehens der Vereinsanlage veranstaltet der Reiterverein ein Jubiläumsturnier, und zwar an den kommenden beiden Wochenenden. Ab dem heutigen Freitag bis Sonntag, 15. Juli, wird die Dressur mit Prüfungen von der Führzügelklasse bis zur schweren Dressur stattfinden. Am Folgewochenende laufen vom 20. bis 22. Juli zahlreiche Springprüfungen bis hin zu den schweren Springen, zum Teil in Kooperation mit dem Förderkreis für Amateur- und Berufsreitsport (FAB).

„Wir glauben, diesmal ein wirklich attraktives Programm für alle Bereiche konzipiert zu haben. Der Nachwuchs wird bei uns genauso berücksichtigt wie die ambitionierten Reiter in den höheren Klassen”, erklärt Vereinspräsidentin Maria Haugg. Für die Dressur stehen Abreitemöglichkeit in der 20 mal 40 Meter fassenden Halle zur Verfügung sowie ein Prüfungsplatz in den Dimensionen 20 mal 60 Meter auf dem Außengelände.

Auch für die Springwettbewerbe sind gute Bedingungen gegeben: Der Sand-Abreiteplatz umfasst 37 mal 70 Meter, der ebene Rasenplatz, auf dem der Parcours aufgebaut wird, hat die Dimensionen 70 mal 160 Meter. Die Ausschreibung des Turniers ist auf der vereinseigenen Homepage zu finden.

Der Besuch des Turniers für Besucher ist frei.
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