Donner, Blitz und Graupeln: Besucher trotzen miesem Wetter

Von: ehg
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Hoch die (Glühwein)-Tassen: regenfeste Besucher des Bardenberger Weihnachtsmarkts. Foto. W. Sevenich

Würselen. War das ein Jammer, wie der zehnte Bardenberger Weihnachtsmarkt bis auf wenige Ausnahmen an allen Tagen mit allen Wettern, die der November in diesen Tagen zu bieten hatte, regelrecht zu kämpfen hatte. Am Schaurigsten ging es am Donnerstag zu, als mit Donner und Blitz ein heftiger Graupelschauer über der heimeligen Budenstadt niederging.

Es tröstete den „Macher“ des Marktes, Rolf König., dass sich anschließend noch eine stattliche Zahl von Besuchern einstellte. Positiv vermerkte er im Sinne aller meist ehrenamtlichen Betreiber in den über 20 Buden: „Die Bardenberger lassen uns nicht im Regen stehen!“ Was erst recht für die nachfolgenden drei Tage galt. Die „frommen“ Wünsche des Bürgermeisters, zahlreiche Besucher an allen Tagen und volle Kassen, erfüllten sich beim „Zehnjährigen“ leider nicht. Doch hieß es zwischendurch: „Wenn es nicht regnet, dann tropft es.“

Der Geschenketisch war mehr als reich mit handwerklichen Kleinigkeiten gedeckt, so dass die Besucher das eine oder andere Mal die Qual der Wahl hatten. Vor allem in der Bude der Bardenberger Pfadfinder fiel angesichts der Vielzahl von selbst gefertigten Präsenten die Entscheidung schwer.

Nebenan rührte der Heimatverein Bardenberg die Werbetrommel für das 1150-jährige Jubiläum des „Dörfleins“ an der Wurm. Zum Kauf angeboten wurde eine Glühweintasse mit dem Emblem des Jubiläums – ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein der Finanzierung der Jubiläumsfeierlichkeiten.

Honig gab es aus eigener Herstellung. Die süßen Mäuler kamen genauso wie die herzhaften auf ihre kulinarischen Kosten. Die wegen hygienischer Mängel am ersten Tag bereits wieder geschlossene Bude des Fördervereins des Kindergartens St. Peter und Paul machte am Wochenende seine Klappe wieder auf. Es wurden fleißig Waffeln und Crepes gebacken.

Die Freundschaftsgesellschaft Burkina Faso/Réo stellte sich wieder einmal mehr mit seinen Angeboten in den Dienst der Menschen in einem der ärmsten Länder der Erde. Mit vielerlei Produkten aus eigener Herstellung wartete die Familie Wenn auf, mittlerweile zum siebten Male. Der Verkaufserlös war wie in den Jahren zuvor für den Förderkreis „Hilfe für krebskranke Kinder“ Aachen bestimmt. Bisher konnten schon 13.000 Euro an diese soziale Einrichtung überwiesen werden.

Trotz des Sauwetters kam die musikalische Unterhaltung nicht zu kurz. Je an zwei Abenden hielten der Gitarrist Rob Griffith und seine Band sowie die Aachener Musiklegende Dieter Kaspari die Besucher bei Laune. Einen nachhaltigen Eindruck hinterließen bei ihrem Debüt die „Crombacher Musikanten“ aus den benachbarten Niederlanden.

Die Kindergartenkinder St. Peter und Paul stimmten ihre n Lieder an, ein weiterer Ohrenschmaus. Nachdem der defekte Motor repariert war, drehte zur Freude der kleinen Besucher das Kinderkarussell doch noch eine Runde nach der anderen. Die Begegnung von Mensch zu Mensch verschiedener Generationen wurde wie bei den vorangegangenen Märkten groß geschrieben und das eine oder andere Wiedersehen gefeiert.

Nach dem letzten kleinen Segen von oben konnte der gestresste „Macher“ Rolf König doch noch eine positive Bilanz ziehen: „Die letzten beiden Tage haben es gebracht.“

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