Don Quixote: Altes Spanien im Klösterchen

Von: nc
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Eine gelungenes Zusammenspiel: Nina Schwarz (v.L.), Katharina Blasel und Eva Weissenböck präsentierten das Meisterwerk Don Quixote in ihrer eigenen Version. Foto: Niklas Coopmann

Herzogenrath. Der Aufbau der Bühne: schlicht. Lediglich ein weinroter Vorhang, drei Stühle und ein wenig Kerzenschein sorgten für die Rahmenbedingungen. Den Rest erledigten dann die Künstlerinnen selbst. Eva Weissenböck las die selbst erstellte Version von Don Quixote, Katharina Blasel begleitete dies mit der Violine, Nina Schwarz an der Gitarre.

Anlässlich des 400. Todesjahrs des Schriftstellers von Don Quixote, Miguel de Cervantes Saavedra, brachten die drei Frauen dieses Schauspiel auf die Bühne im Herzogenrather Klösterchen. Bereits im Jahr 2012 standen die Damen, alle ansässig im Aachener Raum, gemeinsam auf einer Bühne.

Diese Zusammenarbeit wurde nun fortgesetzt. Der Fokus stand – weit vor der Entscheidung auf das laut Nobelpreiskomitee „beste Buch der Welt – auf spanischer Literatur und Musik. Dass mit Don Quixote ein solch berühmtes Stück aufgegriffen wurde, war eher zufällig. „Die Bekanntheit des Werks war nur sekundär. Das Interesse, etwas Neues zu erschaffen, war uns wichtig“, sagte Weissenböck im Vorfeld der Lesung.

Aus verschiedenen Versionen von Don Quixote wurde der vorgetragene Text zusammengestellt, die Musik kommt von bekannten spanischen Komponisten. Die Besonderheit – das Zusammenspiel zwischen Musik und Lesung – wurde vor dem Beginn der Veranstaltung im Publikum diskutiert. Das Ergebnis beeindruckte alle. Eine sehr stimmige Kombination zwischen den beiden Kunstelementen präsentierte den Anwesenden ein sehr buntes und kurzweiliges Bühnenstück.

Die Musik wurde teilweise zwischen dem Gelesenen, teilweise als Untermalung eingesetzt. Auch die Zeit der Sequenzen variierte. Weissenböck, gelernte Schauspielerin, las emotional und gestenreich vor und versetzte den Zuhörer so ins ritterliche Iberien.

Ein Satz während der Lesung sorgte für großes Schmunzeln im Saal: „Was vergeudest du deine gesamte Zeit mit Lesen?“. Nach dieser Darbietung hat man auf diese Frage eine sehr gute Antwort.

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