Herzogenrath - Domsingknaben begeistern in Roda

Domsingknaben begeistern in Roda

Von: Nina Krüsmann
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Ein besonderes Wiedersehen: Pfarrer Dr. Guido Rodheudt (rechts am Pult) begrüßte den Kammerchor der Augsburger DomsingknabenÊin St. Mariä-Himmelfahrt. Während seiner Studienzeit war auch Rodheudt ein Mitglied des Chores. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Einen Osterausklang der besonderen Art haben die Besucher des Konzertes der Augsburger Domsingknaben in der Kirche St. Mariä-Himmelfahrt erlebt.

Unter der Leitung des Chorgründers und Domkapellmeisters Reinhard Kammler bot der 40-köpfige Chor wahre Hörgenüsse. „Die Musik ist in der Kirche wesentlich und will uns heute mit ihrer Schönheit überzeugen”, sagte eingangs Pfarrer Dr. Guido Rodheudt.

Kirchenmusik sei ein „Transportmittel Gottes”, mit dem er seine Worte illustriere und in die Herzen der Menschen bringe. Für Rodheudt war das Konzert ein doppelt besonderes Erlebnis.

Während seines Studiums in Augsburg war er nämlich von 1985 bis 1987 selbst ein Domsingknabe. Es war der Grundstein für die seitdem bestehende Freundschaft. „Wir freuen uns, den Augsburger Kathedralchor nun bereits zum vierten Mal in Herzogenrath begrüßen zu dürfen”, betonte Rodheudt.

Große Gastfreundschaft

Quartiere fanden die Besucher aus Augsburg wie immer in Gastfamilien in Roda. Mit ihrem Gastkonzert während der Ostertournee ehrten die Augsburger auch den Kirchenchor der Marienkirche, der in diesem Jahr sein 150-jähriges Jubiläum feiert.

Als musikalische Geschenke hatten die Gäste unter anderem Werke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Heinrich Schütz mitgebracht. Vor allem das im fünfstimmigen Kanon gesungene „Kyrie” und die Psalmvertonungen aus dem „Misere” begeisterten die Zuhörer in der voll besetzten Kirche.

Die Vertonung des Bußpsalms aus der Karwochenliturgie erzählt von der Bitte um Vergebung. „Chormusik ist ein wichtiger Bestandteil der Liturgie. Gott kommt den Menschen darin nah”, sagte Rodheudt.

Die elf- bis 24-jährigen Sänger bilden einen der führenden deutschen Knabenchören und sind international bekannt. Sie können auf eine bis ins 15. Jahrhundert zurückreichende Tradition verweisen.

Mit ständiger liturgischer Praxis an der Kathedrale mit Gregorianischem Choral sowie Werken der Wiener Klassik halten die Augsburger Domsingknaben ein konstant hohes Niveau.

Mit dem Hymnus „Himmel, Erde, Luft und Meer” von Hans Joachim Marx sorgten die jungen Sänger für einen furiosen Abschluss des gut 90-minütigen Konzerts.

Tridentinischer Ritus

Am Osterdienstag begleiteten sie am Morgen ebenfalls in St. Marien das feierliche Hochamt im Tridentinischen Ritus mit Gregorianischem Choral und der achtstimmigen „Missa octo vocum von Hans-Leo Hassler.

Nach dem Herzogenrather Auftritt geht es nun weiter in Richtung Münsterland sowie in den hohen Norden bis nach Dänemark. Im vergangenen Jahr hatten die Knaben das Weihnachtsoratorium von Bach in Anwesenheit des Papstes in der Sixtinischen Kapelle in Rom dargeboten. Die jetzt erschienene CD-Veröffentlichung dieses Konzertes fand nach dem tosenden Abschiedsapplaus auch in Roda reißenden Absatz.
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