Discounter will innerhalb von Bardenberg umziehen

Von: Karl Stüber
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Sie begrüßen, dass der Discounter Netto in Bardenberg seine neue Niederlassung an der Hauptdurchgangsstraße (Areal im Hintergrund) plant: Hans Goebbels (UWG, l.) und Heinz Viehoff (SPD). Foto: Karl Stüber

Würselen. Der Marken-Discounter Netto will seinen Standort an der Dorfstraße in Bardenberg aufgeben, an anderer Stelle in diesem Würselener Stadtteil eine größere und moderne Niederlassung von einem Dritten bauen lassen und dann nutzen.

Dieser Plan ist nicht neu. Verschiedene Grundstücke waren im Gespräch, auch eines an der Hauptdurchgangsstraße Am Kaiser, also unweit der derzeitigen Niederlassung. Die Umsetzung des Vorhabens stockte. Nun ist aber Bewegung in die Sache gekommen, wie Stadtrat Heinz Viehoff (SPD) und Hans Goebbels (UWG) berichten.

Mehrere Gespräche habe es mit der entsprechenden Erbengemeinschaft über die Grundstücksfrage gegeben. Beteiligt gewesen seien Stadtplaner, Projektentwickler sowie Vertreter des Discounters und der Stadtverwaltung Würselen – und auch beratend die Stadtentwicklungsgesellschaft Würselen (SEW).

„Nun wird die Bauvoranfrage kommen und das entsprechende Genehmigungsverfahren in Gang gesetzt“, sagt Viehoff, inklusive Bürgerbeteiligung. Der Ratsherr ist froh, dass auf diese Weise die Arbeitsplätze beim Discounter erhalten bleiben und die Nahversorgung für „seine“ Bardenberger noch verbessert wird.

Vor dem Hintergrund, dass mit dem geplanten Abzug auch der Urologie und der Lungenheilkunde Richtung Standort Marienhöhe das Medizinische Zentrum die letzten Kliniken vom ehemaligen Knappschaftskrankenhaus abzieht, wertet Viehoff das als positives Signal. Zugleich fordert er von den Gesellschaftern des MZ, der Städteregion und der Knappschaft Bahn-See, Bardenberg nicht im Stich zu lassen und – wenn schon das alte Krankenhaus geschlossen wird – für eine sinnvolle Nachfolgenutzung zu sorgen. Im Gespräch ist unter anderem eine Krankenpflegeschule und die Einrichtung einer geriatrischen Reha-Klinik.

Mit Blick auf diese Neuansiedlungen und weitere angedachte Nutzungen bis hin zu einem Hotel und barrierefreien Wohnungen auf dem (dann ehemaligen) Krankenhausareal machen die Pläne von Netto, den eigenen Standort zu verlegen und auf das Angebot auf den neusten Stand zu bringen, Sinn. Viehoff zieht einen Plan aus der Tasche. Dort ist der Grundriss des neuen Standtortes gut erkennbar. 68 Stellplätze sollen auf dem insgesamt 5492 Quadratmeter umfassenden Gelände angelegt werden.

Die reine Verkaufsfläche des neuen Ladenlokals wird mit 1050 Quadratmeter angegeben. Im Eingangsbereich ist eine Bäckerei nebst kleinem Café auf zusammen 62 Quadratmetern eingetragen. Als Ausgleichsfläche für den „Grundstücksverbrauch“ ist ein Streifen entlang des Duffesheider Weges vorgesehen.

Auf Nachfrage unserer Zeitung teilte Thomas Laux, Regionalleiter Expansion bei Netto, mit: „Wir sind alle sehr guter Hoffnung, dass wir den Standort werden realisieren können. Allerdings ist bisher nichts spruchreif und dementsprechend auch noch nichts unterschrieben.“

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