Discounter-Erweiterung soll sich für Würselen lohnen

Von: Georg Pinzek
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Auf dem Parkplatz soll der Anbau realisiert werden: Der Discounter soll um 460 Quadratmeter Verkaufsfläche wachsen. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Das hat sich schon gelohnt: Nachdem Anwohner – vornehmlich Familien mit kleinen Kindern – Protest eingelegt hatten und sich eben auch die Politik dagegen ausgesprochen hatte, dass der Bolzplatz „Auf dem Troppenbroich“ für die Erweiterung des Lidl-Marktes „Am alten Kaninsberg“ geopfert werden soll, reichte die Discountkette eine Umplanung im Rathaus ein.

Und die wird von der Stadt durchaus begrüßt. Ist doch der Nahversorger nicht nur für das unmittelbar angrenzende Wohngebiet, sondern auch für das unweit davon entfernte Neubaugebiet „Kapellenfeldchen“ von Bedeutung.

Nachbarstädte werden gefragt

Der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung machte nun den Weg frei, damit das Planverfahren in Gang kommt. Dazu gehört nicht nur die Beteiligung der Bürger, sondern auch die der Nachbarkommunen, die bei einer Erweiterung in dieser Größenordnung im Rahmen des städteregionalen Einzelhandelskonzept „Strikt“ vorgeschrieben ist.

Geplant ist eine Expansion der Verkaufsfläche von 800 auf 1260 Quadratmeter. Insbesondere sollen wohl künftig Backwaren eine größere Fläche in Anspruch nehmen. Eine sogenannte Backnische – Vorbereitungstisch, Backautomat, Tiefkühlzelle – welche den heutigen Backautomaten ersetzen soll, soll vom Verkaufsraum abgetrennt werden und ist dann nur vom Personal zugänglich. Backwaren werden von der Backnische aus in das Kundenregal geräumt.

Während Sprecher der Fraktionen es durchweg begrüßten, dass für den Ausbau jetzt in erster Linie Flächen auf dem üppig dimensionierten Parkplatz vorgesehen sind, rückwärtig soll nur bis zur Grundstücksgrenze zum Bolzplatz angebaut werden, wurde hingegen ein Problem unweit vom Lebensmittelmarkt ausgemacht: Dass die Kreuzung Am alten Kaninsberg/Oppener Straße/Mauerfeldchen lediglich mit einer veränderten Ampelschaltung eine Mehrbelastungen verkraften kann, bei dieser Prognose wurden erhebliche Zweifel laut. Zumal neben dem starken Einwohnerzuwachs im Quartier „Kapellenfeldchen“ auch durch den Ausbau des Medizinischen Zentrums am Standort Mauerfeldchen mit einer weiteren Zunahme des Straßenverkehrs zu rechnen ist.

Verkehrszählung schon erfolgt

Ein Verkehrsgutachten, das die Stadt in Auftrag gegeben hat, um die Auswirkungen auf das Straßennetz durch den Bau eines Schulzentrums (Klosterstraße/Lehnstraße) und der Singer-Höfe (Kaiserstraße/Bahnhofstraße) unter die Lupe zu nehmen, werde auch den Oppen/Haaler sowie Dobacher Bereich beleuchten, versicherte Technischer Beigeordneter Till von Hoegen dem Ausschuss. Eine Verkehrszählung sei bereits erfolgt.

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