Direktor des Euregio-Kollegs ist jetzt Martin Sayer

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Vom Stellvertreter zum Chef: Martin Sayer. Foto: Stenzel-Zenner

Würselen. Er ist der Neue. Erst am Donnerstag wurde es dem Lehrerkolleg verkündet: Martin Sayer ist der neue Direktor des Euregio-Kollegs. Der 60-jährige Aachener spürt ab sofort die ganze Last der Verantwortung dieser Schule auf seinen Schultern. Einer Schule, die er seit 1986 kennt.

Nur sieben Monate, nachdem das Euregio-Kolleg geöffnet hatte, kam Martin Sayer als Deutsch- und Geschichtslehrer an die Schule, an der zur Zeit 387 Studenten zwischen 18 und 42 Jahren ihr Abitur machen können.

15 Jahre war Martin Sayer stellvertretender Direktor, war für die innere Organisation der Schule und des Kollegiums mit 40 Lehrern verantwortlich. „Arno Giesbrecht war lange Jahre der Direktor. Die Schule ist gut aufgestellt. Ich werde als Direktor die Schule nicht neu erfinden“, sagte der fünffache Familienvater. So sind in der nahen Zukunft die Herausforderungen gerade in einem guten Lehrerwechsel zu sehen. „Als wir 1986 mit dem Unterricht im Kolleg begonnen haben, waren wir ein ganz junges Kollegium. Wir sind alle gealtert. So birgt das Alter immer auch Erfahrungen, aber der Durchschnitt das Kollegiums muss sich verjüngen“, sagte Sayer.

Deutlich verändert haben sich auch die Studierenden im Kolleg. „Unsere Studenten sind sehr heterogen von ihrer Bildungsherkunft“ beschrieb der Direktor. So gebe es zum einen gymnasiale Abbrecher, die selbst aus Akademiker-Haushalten stammen. Zum anderen aber auch Bildungsaufsteiger, die von der Realschule in die berufliche Praxis gewechselt sind, jedoch mehr erreichen wollten, weshalb sie ihr Abitur nachmachen. Zudem seien da noch die Studenten, die eine ausgesprochen schwierige Schulkarriere hinter sich gebracht hätten.

Erfolgreich lernen

Die Zeit des Misserfolgs wollten aber gerade diese Menschen endlich beenden, „weil sie sich sagen, dass sie in ihrem Leben ihre berufliche Perspektive neu gestalten wollten.“ Jetzt sei die Herausforderung für den neuen Direktor, „dass wir als Schule möglicherweise neue Organisationsmodelle erdenken, damit wir dieser heterogenen Lerngruppe gerecht werden“, sagte Martin Sayer.

Wie gut das Lernen im Euregio-Kolleg funktioniert, konnten Interessierte am Samstag während des „Tages der Offenen Tür“ erleben. Da war Gelegenheit zu Unterrichtshospitationen und Hausführungen, um das Kolleg von innen kennen zu lernen. Die Beratungslehrer standen zu Gesprächen zur Verfügung und informierten über die unterschiedlichen Studiengänge. Neben dem Klassiker „Vollzeitkolleg“ werden insbesondere die Bildungsgänge, die neben einer beruflichen oder familiären Tätigkeit zum Abitur oder zur Fachhochschulreife führen, abitur-online.nrw oder das Teilzeitkolleg und auch die Möglichkeit, als Nichtschüler die Abiturprüfung am Euregio-Kolleg zu absolvieren, vorgestellt.

„Das Euregio-Kolleg ist die Schule der zweiten Chance“, sagte der neue Direktor, dem Schüler und Kollegium viel Glück bei seiner neuen Position wünschen.

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