Die Wardener leben jetzt offiziell am Jakobsweg

Von: Stefan Schaum
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Die Jakobsmuschel signalisiert, wo diese Stele steht: An der alten Wardener Kapelle führt der Jakobsweg „Nr. 9“ vorbei. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Gut möglich, dass Pilger auf dem Jakobsweg demnächst auch durch Warden kommen werden. An der falschen Adresse sind sie dort nicht: Jakobus ist in dem Ort eine Kirche gewidmet, auch die Schützen-Bruderschaft trägt seinen Namen.

 Nun gibt es zudem ein ganz offizielles Zeichen für die Pilger, passenderweise steht es an der Jakobstraße. Dort wurde jetzt eine Stele neben der Kapelle enthüllt.

Aufgestellt hat sie der Landschaftsverband Rheinland (LVR), der etwa 100 weitere dieser Stelen in seinem Bereich auf den Weg gebracht hat. Genauer: auf fünf Wege gebracht hat. Denn der Jakobsweg ist im Grunde ein großes Wegenetz und fünf Teilstrecken davon hat der LVR in den vergangenen Jahren „reaktiviert“. Das hat er immer dort getan, wo sich auch historische Belege für Pilgerfahrten in Richtung Santiago de Compostela finden. Die Kapelle St. Jakobus in Warden findet bereits 1463 urkundliche Erwähnung – seinerzeit war sie das Zentrum einer Jakobus-Bruderschaft.

An „Weg Nr. 9“

Warden liegt am „Weg 9“, der im Jahr 2010 eröffnet wurde und ab Dortmund über Essen und Neuss nach Aachen führt. Er knüpft an an den westfälischen „Weg 8“ zwischen Höxter und Dortmund. Ab Aachen können Pilger dann die belgischen Wege nutzen. „Wir würden uns freuen, wenn wir künftig auch in Alsdorf die Pilger begrüßen können“, sagte Bürgermeister Alfred Sonders, nachdem Kaplan Marian Mertens die Stele eingesegnet hatte. Dass sie kommen, ist gar nicht so unwahrscheinlich, schließlich machen sich immer mehr Menschen auf den Pilgerweg.

Rund 75.000 haben sich allein in diesem Jahr bereits im Pilgerbüro in Santiago de Compostela gemeldet. Zwar werden die wenigsten davon die mehr als 2000 Kilometer von Deutschland aus zurückgelegt haben, doch auch hierzulande steigen die Zahlen der Pilger auf den Strecken. „Es ist schon was Besonderes, einmal eine solche Wanderung zu unternehmen“, sagte Ursula Mahler, stellvertretende Vorsitzende des Umweltausschusses der Landschaftsversammlung Rheinland, beim Festakt. So sah es auch Hildegard Frohn von der Deutschen St.-Jakobus-Gesellschaft: „Das Pilgern auf dem Jakobsweg ist zu einer Bewegung im besten Wortsinn geworden. Ich hoffe, dass den Pilgern auch in Warden die Türen geöffnet werden.“

Davon kann man wohl ausgehen, denn groß war die Resonanz der Bürger bereits bei der Enthüllung. Und die -Jakobus-Schützen haben sich dabei spontan angeboten, künftig die Pflege der Stele zu übernehmen.

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