Würselen - Die Waldjugend ist nicht nur im Forst aktiv

Die Waldjugend ist nicht nur im Forst aktiv

Von: Elisa Zander
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Tee kochen auf der Feuerstelle: Die Deutsche Waldjugend, Horst Würselen, setzt sich für den Erhalt und Fortbestand der Wälder ein.

Würselen. Weihnachtsartikel stehen schon seit Ende der Sommerferien in den Regalen von Supermärkten. Doch langsam aber sicher schleicht sich eine allgemeine weihnachtliche Vorfreude „in die Gemüter” der Menschen.

Dazu gehört, zum Fest passende Dekorationsartikel zu erwerben. Solche hatte auch die Deutsche Waldjugend (DJW), Horst Würselen, erstellt, die sie traditionell bei ihrem kleinen Weihnachtsbasar am Rande des Würselener Stadtwaldes verkaufte: Adventskränze, Teelichthalter, kleine Gestecke, Holundergelee und Tannengrün aus der frisch geschlagenen und vom Förster frei gegebenen Fichte gab es zu erstehen.

Dabei gehören Fichten unter anderem zu dem Bestand, der im Wald langfristig und nachhaltig wieder aufgebaut werden soll. Durch die Schäden, verursacht durch die Stürme der Vergangenheit, mussten viele Bäume gefällt werden. Auch viele Pappeln wurden entfernt. Das hatte unter anderem zur Folge, dass viele der im Wald lebenden Vögel ihren Lebensraum verlassen haben.

Dennoch ist Daniel Gilliam, Bundesleiter der DJW, zufrieden mit dem momentanen Bestand: „70 bis 80 Prozent der etwa 400 Nistkästen im Forst werden regelmäßig angeflogen.”

Die Pflege des Patenforstes nimmt die meiste Zeit der Gruppe in Anspruch. „Wir machen all´ das, was gemacht werden muss, aber nicht in die Wirtschaftlichkeit fällt”, erklärt Gilliam. Für die meisten Arbeiten habe die Stadt kein Geld übrig, um so wichtiger sei das ehrenamtliche Engagement.

Das weiß auch Theo Scherberich, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der UWG Würselen. Einige Werkzeuge hat er dem Horst bereits zur Verfügung gestellt, kürzlich eine Kaffeemaschine und Spültücher. „Wir haben in Würselen sehr viel mit Vandalismus zu tun, hier, bei der Waldjugend Würselen ist es genau das Gegenteil”, so Scherberich.

Die Deutsche Waldjugend, die Jugendorganisation der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als erster Naturschutzverein Deutschlands gegründet. Die Bürger pflanzten neue Bestände in die zerbombten und zerrütteten Wälder und forsteten so die Waldgebiete wieder auf.

Momentan gibt es über 150 Gruppen in Deutschland mit insgesamt etwa 5000 Mitgliedern.

Heute arbeitet die DJW im jeweiligen Patenforst, hier dem Würselener Stadtwald, gemeinsam mit einem Patenförster, der in diesem Fall weiblich ist, und Susanne Gohde heißt.

„Unsere Motivation ist es, etwas Gutes für den Wald zu tun”, sagt Gilliam. Der 26-Jährige ist seit nahezu 20 Jahren bei der DJW, hat in der Würselener Gruppe angefangen und ist bis heute begeistert ehrenamtlich engagiert. Das, was in seinen Augen die DJW von anderen Vereinen und Gruppen unterscheidet, ist das Motto „Jugend führt Jugend”.

„Jugendliche können den Draht zu Jüngeren oder Gleichaltrigen viel besser halten, als drei- bis vierfach so alte Leiter.”

Zwar gibt das manchmal ein kleines Chaos, aber aus Fehlern lernt man schließlich. Momentan leiten den Würselener Horst gleich vier Jugendliche: Max Noppeney, Kim Nestler, Todao Volland und Martin Lauffs.

Fahrten organisieren, im Winter zelten, auf den Wald und seine Bewohner Acht geben, Gemeinschaft leben - das sind nur einige der Dinge, die bei der DJW auf dem Programm stehen.

„Wir leben das weiter, was für die Jugend früher normal war”, sagt Kim Nestler. „Und wir tun etwas, das für den Alltag gut ist, vor allem für das Miteinander.”

Einladung zu den Gruppenstunden

Kinder und Jugendliche ab acht Jahren sind herzlich dazu eingeladen, an einer der Gruppenstunden der Deutschen Waldjugend, Horst Würselen, teilzunehmen.

Diese finden freitags von 16 bis 18 Uhr im Waldjugendheim, Verlautenheidener Straße, in der Nähe von Gut Schwarzenbruch, statt.

Nähere Informationen gibt es auch bei Kim Nestler, 02405/4068188, oder Todao Volland, 0241/43555668.

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