Baesweiler - Die Unternehmen warten derweil aufs schnelle Internet

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Die Unternehmen warten derweil aufs schnelle Internet

Von: bea
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„Wir müssen etwas tun“: Dirk Pfeifferling, Geschäftsführer des its Baesweiler. Foto: its

Baesweiler. Den digitalen Wandel voranzubringen, hat sich Ministerpräsidentin Hannelore Kraft auf die Fahnen geschrieben, um in ihrem Land „neue Wachstumschancen“ und „mehr Lebensqualität“ zu schaffen. Unter dem Schlagwort „NRW 4.0“ hatte sie in einer Regierungserklärung im Januar gleich auch die passenden Eckdaten zusammengefasst.

Unter anderem ein Hochgeschwindigkeitsinternet auch für den ländlichen Raum gehört dabei zu den noch zu schaffenden Grundvoraussetzungen.

Noch aber haben viele Unternehmen mit dem langsamen Netz zu kämpfen und ist der Breitbandausbau zum nicht hoch genug einzuschätzenden Ansiedlungsfaktor in den Kommunen geworden.

Hannelore Kraft hat derweil eine Deadline gesteckt: Bis 2018 sollen die noch fehlenden ländlichen Kommunen ans flotte Netz angeschlossen sein.

Wie sich das realisieren lässt, darüber hat im Juni in Düsseldorf eine Kommunalkonferenz mit Wirtschaftsminister Garrelt Duin und Landwirtschafts- und Verbraucherminister Johannes Remmel getagt. Fazit: So schnell wie möglich sollen Unternehmen und Haushalte ans Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen werden, auch wenn sich dies wirtschaftlich nur schwierig darstellen lasse. Etwa 200 Millionen Euro Fördergelder stünden bereits fest – davon rund 60 Millionen Euro aus dem NRW-Programm „Ländlicher Raum 2014-2020“, mindestens zehn Millionen Euro für den Anschluss von Gewerbegebieten an ein Breitbandnetz aus dem EU-Förderprogramm EFRE, drei Millionen für Beratungsleistungen über das Breitband-Consulting sowie dem Anteil des Landes aus der Frequenzversteigerung in Höhe von mindestens 125 Millionen Euro.

In Rathäusern und Technologiezentren wird dies unterdessen mit Spannung beobachtet. Zum Beispiel im Internationalen Technologie- und Service-Center (its) in Baesweiler. „Eine Firma wie Cook Medical hätte nie bei uns gesiedelt, wenn wir im neu erschlossenen Bereich des Gewerbegebiets nicht eigene Glasfaserleitungen gelegt hätten“, sagt its-Geschäftsführer Dirk Pfeifferling auf Anfrage unserer Zeitung.

In den älteren Bereichen des Gewerbegebiets stelle sich das jedoch schwieriger dar. Pfeifferling: „Das größte Problem sind die Tiefbaukosten. Wir sprechen hier von immerhin 100 Euro pro laufendem Meter.“

Mit Interesse hat deswegen auch Dirk Pfeifferling die Debatte verfolgt und die Ankündigung des Wirtschaftsministers, Teile der Erlöse aus der Versteigerung der Funkfrequenzen dazu zu verwenden, die Gewerbegebiete endlich fit zu machen für die Wirtschaft 4.0.

In Kooperation mit NetAachen sei die Stadt Baesweiler aber auch schon selbst initiativ geworden, und hat zumindest den its-Gebäudekomplex selbst mit dem Zugang zum schnellen Netz ausgestattet. Kostengünstig sei das am unbefestigten Beeckfließ entlang möglich gewesen. Nutznießer waren auch die beiden Betriebsgebäude in unmittelbarer Nachbarschaft. Doch danach gehe es wieder in den Tiefbaubereich und werde teuer. Pfeifferling: „Wir arbeiten schrittweise daran, wenigstens schon einmal die Firmen mit dem größten Bedarf zu versorgen.“

Regelmäßige Bedarfsermittlung

Und der Bedarf wird in Baesweiler regelmäßig ermittelt, zuletzt Anfang des Jahres. Sei die Rücklaufquote auf diese Abfragungen vor sieben bis acht Jahren noch gering gewesen, bestünden heute immer öfters Diskrepanzen zwischen der gewünschten und der tatsächlichen Bandbreite. „Wir stellen aber auch die Frage, wie viel die Firmen bereit sind, dafür mehr zu zahlen.“ Da trenne sich dann (noch) die Spreu vom Weizen. Zurzeit sei es eine gute Handvoll an Betrieben, die einen großen Bedarf an schnellem Datenverkehr brauchen. Pfeifferling: „Aber es wird mehr. Wir müssen etwas tun!“ Übergangslösungen über kurze Strecke seien in Kooperation mit einer Fachfirma per Richtfunk möglich, „um die größte Not zu lindern“, sagt Dirk Pfeifferling.

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