Die Sternsinger trotzen eisigen Temperaturen

Von: ehg
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Mit der Leiter vor dem Würselener Rathaus: Die Sternsinger sind wieder unterwegs und bitten mit ihren Sammelbüchsen um Geld für die Ärmsten der Armen. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Bei eisigem Nordwind und Temperaturen um den Gefrierpunkt sind in den acht Gemeinden der Pfarrei St. Sebastian die Sternsinger auch in diesem Jahr unterwegs. Unter dem Motto „Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit“ überbringen sie den Segensgruß der katholischen Kirche.

Gleichzeitig bitten sie um eine milde Gabe für notleidende Kinder (und Erwachsene) in den ärmsten Ländern dieser Welt. Einen „Zwischenstopp“ legten Kaspar, Melchior und Balthasar, lauter farbenprächtig gewandete Könige aus dem Morgenland mit ihrem Gefolge, auf Einladung von Bürgermeister Arno Nelles am und im Rathaus auf dem Morlaixplatz ein.

Zunächst wurde auf seine Bitte hin der Segensgruß „Christus Mansionem benedikat“ mit weißer Kreide auf den roten Träger über dem Stadtportal – für jedermann ein Jahr lang sichtbar – geschrieben.

Zügig des Amtes gewaltet

Dazu stellte Pressesprecher Bernd Schaffrath die Alu-Leiter ordnungsgemäß auf. Dann „guckte“ Bürgermeister Arno Nelles einen „König“ aus. Die Wahl fiel auf König Melchior Annalena Meyer von der Pfarrgruppe St. Marien in Scherberg.

Voller Wagemut stieg die 13-Jährige auf die hohe Leiter und waltete zügig ihres Amtes. Mit dem Bürgermeister sicherten die übrigen Sternsinger diese Aktion ab. Zur Stärkung gab es anschließend im großen Sitzungssaal von Renate Keulers angerührten heißen Kakao und dazu leckere Plätzchen. Da ließen sich die kleinen Gäste des Rathauses nicht zweimal bitten.

Kampf ums nackte Überleben

Unterdessen rief Arno Nelles bei ihnen ins Bewusstsein, dass es nicht nur in Kenia, sondern weltweit Kindern und Erwachsenen nicht so gut gehe, wie in unseren Breiten.

Viele kämpften Tag für Tag ums nackte Überleben. Sie flüchteten gerade deshalb nach Europa. Dabei wollten sie doch, wie der Bürgermeister aus eigener in Réo (Burkina Faso) gemachten Erfahrung zu berichten wusste, in ihren Heimatländern überleben. Dass die Sternsinger deren Sorge und Nöte teilten, indem sie mit ihren Sammelbüchsen von Haus zu Haus gehen und um eine Spende bitten, dafür bedankte sich Nelles herzlich bei ihnen und ihren Betreuern.

Er wünschte ihnen auch in diesem Jahr wieder ein gutes Sammelergebnis. Nelles ging durch eine großherzige Spende mit leuchtendem Beispiel voran. Dann machten sich seine Gäste wieder frohen Muttes mit einem eigenen Lied auf den Lippen auf den weiteren Weg durch ihre Gemeinden.

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