Die Städtepartnerschaft braucht Impulse

Von: ehg
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Würselens Städtepartnerschaf
Würselens Städtepartnerschaften: Die Orte in Deutschland, Europa und Afrika, zu denen die Stadt offizielle freundschaftliche Verbindungen pflegt, werden an den Ortseingängen der Stadt angezeigt. Foto: W. Sevenich

Würselen. Besuch aus der thüringischen Partnerstadt Hildburghausen hatte anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Partnerschaft der Rat der Stadt in seiner Sitzung.

Bürgermeister Arno Nelles begrüßte herzlich seinen Amtskollegen Steffen Harzer und die Vorsitzende der Freundschaftsgesellschaft Hildburghausen, Elke Bischhaus.

Sie erwiderten den Besuch des Würselener Bürgermeisters und des hiesigen Vorsitzenden der Freundschaftsgesellschaft, Günter Kuckelkorn, der auf der Empore Platz genommen hatte, zu Beginn des Jahres 2011 in Thüringen. Hier wie dort traten sie im kommunalen Parlament an, um der in die Jahre gekommenen Partnerschaft neues Leben einzuhauchen. Elke Bischhaus unterstrich: „Partnerschaften seien nicht allein eine Angelegenheit der politischen Gremien. Sie lebten vor allem von den persönlichen Beziehungen der Menschen beider Städte.”

15 Personen, neun Vereine

Elke Bischhaus hatte 2005 in Hildburghausen den Vorsitz der Freundschaftsgesellschaft übernommen, als diese kurz vor dem Aus stand. Gerade mal fünf Einzelpersonen und vier Vereine zählte sie damals noch als Mitglieder. Heute gehören ihr dank ihrer Bemühungen immerhin 15 Einzelpersonen und neun Vereine an. Was vom Würselener Rat mit Beifall bedacht wurde.

Bischhaus wünschte sich, dass die Beziehungen zwischen beiden Städte auch weiter blühen möge. Sie lobte die Freundlichkeit und Herzlichkeit, mit der die Gäste aus der thüringischen Partnerstadt in der Vergangenheit immer wieder in der Stadt der Jungenspiele aufgenommen worden seien.

Dass Städtepartnerschaft immer ein spannendes Thema sei, unterstrich der Hildburghäuser Bürgermeister. Er erinnerte daran, wie in der Zeit der Evakuierung erste Kontakte zwischen Würselen und Hildburghausen geknüpft wurden. Auf den Weg gebracht worden sei die Partnerschaft 1990 mit der Unterzeichnung der Urkunde. Anfangs habe sie von den Gegensätzen zwischen beiden Staaten gelebt.

Wie ein Exot

Als er (Harzer) 1997 das erste Mal am Kirmessonntag auf der Bühne vor dem „Dom” gestanden habe, sei er sich wie ein Exot vorgekommen. Nach 20 Jahren habe sich vieles angenähert. Nun müssten den partnerschaftlichen Beziehungen neue Impulse gegeben werden. Angedacht sei ein Projekt, um die partnerschaftlichen Beziehungen auf eine europäische Plattform zu stellen, von Morlaix im äußersten Westen der EU über Würselen, Campagnatico und Hildburghausen bis nach Kisvárda in Ungarn.

Auch dorthin unterhält die thüringische Stadt partnerschaftliche Beziehungen. Harzer: „So wie wir auf deutschem Boden in Sachen Einigung ein Stück vorangekommen sind, wollen wir das auch in Europa versuchen.” Die erste Begegnung von Abordnungen der fünf Städte soll nach dem grob erstellten Konzept in Hildburghausen stattfinden. Es würde ihn freuen, wenn der gesamte Stadtrat Hildburghausen einen Besuch abstatten würde.

Die Beziehungen müssten immer wieder aufgefrischt werden, warb Bürgermeister Nelles für einen intensiveren bilateralen Austausch im kulturellen und sportlichen Bereich. Zur großen Kirmes wird eine Abordnung aus Hildburghausen auch 2011 wieder in Würselen zu Gast sein. Dann wird am Samstagnachmittag, 2. Juli, eine kleine Feier anlässlich des „20-Jährigen” im Alten Rathaus stattfinden.
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