Die Profi-Pflegefamilien sind heiß begehrt

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Geborgenheit: Die sollen Pfleg
Geborgenheit: Die sollen Pflegekinder in den Profi-Familien spüren können. Foto: Stock

Nordkreis. Die Jugendämter im Nordkreis suchen Profi-Pflegefamilien. Die so genannten Erziehungsstellen sind Pflegefamilien, in denen mindestens einer der Partner eine pädagogische Ausbildung hat. Seit 15 Jahren werden sie in Kooperation von vier Jugendämtern in der heutigen Städteregion vermittelt.

Als Ergänzung zu Pflegefamilien und der Unterbringung stationärer Jugendhilfe - etwa einem Kinderheim -, sind die Erziehungsstellen ein wertvoller Baustein in der Betreuung. Der fachliche Hintergrund ist wichtig, da die betreuten Kinder meist schon mehrere Stationen in ihrem Leben durchlaufen haben, viele schwierige Situationen meistern mussten und deshalb spezielle Betreuung und Hilfe benötigen. Sie sehnen sich andererseits aber nach Versorgung und Geborgenheit in einer Familie.

Es gibt immer noch zu wenig Familien, die sich dieser schönen, aber sicher auch anspruchsvollen Arbeit widmen. Deshalb haben sich die Jugendämter der Städte Alsdorf, Eschweiler, Herzogenrath und der Städteregion vor 15 Jahren vernetzt. So können Unterbringungen flexibler gestaltet werden.

„Nicht jedes Kind passt in jede Familie, sondern bei jeder neuen Suche geht man ganz individuell vor”, sagt Sabine Weller, Erziehungsstellenberaterin des Jugendamtes in Alsdorf. Der Vorteil der Kooperation ist zudem, dass man sich sowohl Organisation als auch Kosten für Bewerberseminare, Fortbildungen und Wochenendveranstaltungen teilen kann. Über die Jahre sind viele gute Beziehungen zwischen den Familien gewachsen, sagt Weller.

Die Arbeit mit den Profi-Eltern ist partnerschaftlich. Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit ist eine wichtige Voraussetzung. Ebenso die Teilnahme an einem Vorbereitungsseminar, das von einer externen Psychologin geleitet wird. Die Erziehungsstellenberaterinnen der Jugendämter nehmen ebenfalls daran teil, so dass man sich bereits in diesem Rahmen kennen lernen kann.

Nach einer erfolgten Unterbringung eines Kindes erhalten Erziehungsstellen regelmäßige Beratung durch die Jugendämter. Auch gibt es Elternabende, gemeinsame Ausflüge und Wochenendveranstaltungen.

Die Erziehungsstellen in der Städteregion erhalten neben Mitteln für den Lebensunterhalt des Kindes einen dreifachen Erziehungsbeitrag und einen Beitrag zur Alterssicherung. Das nächste Vorbereitungsseminar startet am Montag, 11. Juni.

Rund um das Thema Erziehungsstelle informieren Ansprechpartner in den Jugendämtern: Alsdorf, Sabine Weller, 02404/50340; Eschweiler, Mathilde Uhr, 02403/71469; Herzogenrath, Ingrid Breuer, 02406/83515; Städteregion Aachen, Dorothee Hoppen, 0241/51982461.
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