Die Neugier am Ausprobieren wecken

Von: mabie
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Es braucht nur ein bisschen Mut: Beim Feuerspucken mit Mehlstaub waren die Kinder und Jugendlichen aus Herzogenrath und Würselen sehr schnell Feuer und Flamme für das Projekt YouCult. Foto: Markus Bienwald
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Los geht‘s: Einige Kinder strichen die Graffitiwand weiß, um Platz für neue Kunst zu schaffen. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Zuerst traut sich Marvin gar nicht richtig, denn das Mehl in seinem Mund schmeckt fürchterlich. Doch nach ein paar aufmunternden Worten durch die umstehende Menge, lässt sich der junge Mann doch dazu bringen, mit einem kurzen Luftstoß das Mehlgemisch in die Luft auf die Flamme der Fackel zu pusten. Ein kurzes Auflodern der Flamme später ist auch Marvin Feuer und Flamme für den YouCult-Aktionstag am und im Jugendhaus Bürgertreff Kohlscheid.

Der mobile Zirkus, der hier auf Einladung der Jugendämter der Städte Herzogenrath und Würselen zu Gast war, und den Kindern unter anderem ungefährlich das Feuerspucken lehrte, war aber nur ein Teil eines überaus gelungenen YouCult-Aktionstages.

Vielfältige Projekte

Im Rahmen des Landesprojektes „KulturRucksack.NRW“ waren zehn- bis 14-jährige Kinder und Jugendliche angesprochen, sich für vielfältige kulturelle Projekte zu begeistern. Und es gab in der Tat eine Menge zu sehen: So wurde die eigens am Jugendtreff installierte Graffitiwand mit ein paar ordentlichen Farbrollern wieder weiß und somit bereit für eine kommende künstlerische Auseinandersetzung.

Drinnen zeigten zwei echte Könner der Szene, wie Hip-Hop-Tanzen heute richtig geht, ohne dass auch nur ein Beat bei der tänzerischen Umsetzung verloren ging.

Neben dem Aktionsprogramm wurde natürlich auch noch die ganze Bandbreite der bisher angebotenen Projekte präsentiert. Vom Graffiti-Workshop über Musik- und Tanzlehrgänge, Skate-Workshops, Kurse in Fotografie, sowie erste Gehversuche beim Poetry-Slam bis hin zu künstlerischen Experimenten war alles vertreten.

So kamen bisher rund 300 Kinder und Jugendliche aus den beiden Städten im Nordkreis in den Genuss kultureller Angebote, die perfekt auf sie zugeschnitten waren und vor allem auch die Neugier am Ausprobieren weckten.

Das galt sicherlich auch für den jungen Marvin, der am Ende des Kurses beinahe nicht genug davon bekommen konnte, ein wenig Feuer zu spucken. Auch wenn das Mehl in seinem Mund nun wirklich nicht nach seinem Geschmack war.

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