Die neue Orgel ist endlich da: Aufbau in St. Sebastian beginnt

Von: Georg Pinzek
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Für den Aufbau gerüstet: Die neue Orgel wird einen dominierenden Platz in der Mitte der Orgelempore einnehmen. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Als der „40-Tonner” vor der Pfarrkirche St. Sebastian mit seiner so sehnsüchtig erwarteten Ladung vorfuhr, war das für den Förderkreis Orgelbau mit Hermann Jörissen an der Spitze ein großer Tag. Die neue Orgel ist da!

In mehr oder weniger handliche Teile verpackt, wurde sie Stück für Stück in die Kirche verfrachtet. Der Zusammenbau des 3D-Puzzle der besonderen Art ist wohl nur für die Spezialisten der Orgelbaufirma Eule aus Bautzen eine überschaubare Aufgabe. Monatelang ist die neue Orgel größtenteils in Handarbeit von hoher Qualität angefertigt worden. In wenigen Wochen soll die „Königin der Instrumente” in Würselen erklingen. Pfingsten 2007 begleitete die alte Orgel letztmalig einen Gottesdienst. Das rund 100 Jahre alte Modell hatte ausgedient. Es war technisch in einem äußerst desolaten Zustand, Holzwürmer hatten sich daran zu schaffen gemacht. Eine Reparatur lohnte sich nicht mehr.

2008 wurde die neue Orgel in Auftrag gegeben. Der Förderkreis sammelte unterdessen fleißig Spenden für das 540000 Euro teure Projekt. Eine ganze Reihe Veranstaltungen, die das Kulturleben der Stadt stark bereichert haben, wurden dabei mit großem Engagement auf die Beine gestellt. Stetig kam der Förderkreis Orgelbau dem großen Ziel näher. Der Großteil der stolzen Summe ist längst zusammengekommen, weitere Spenden sind aber weiterhin willkommen (VR-Bank Würselen Konto-Nr.: 117000117, BLZ: 39162980 und bei der Sparkasse Aachen Konto-Nr.: 2867042, BLZ: 39050000).

Hermann Jörissen hatte in einem der Rundbriefe an seine Mitstreiter die neue Orgel charakterisiert: „Sie wird ein Instrument großer stilistischer Bandbreite sein und dennoch keine farblose Universalorgel. Laut Orgelbauer wird das Instrument machtvoll, majestätisch und brausend sein und bei gefüllter Kirche und großen Orchesterwerken mit gewaltigen Klangmassen seine tragende Rolle erfüllen. Aber es wird sich darüber hinaus auszeichnen durch transparente, lyrische Einzelklänge und eine unendliche Vielzahl von Verschmelzungs- und Kombinationsmöglichkeiten bei einer gesanglichen Intonation.”

Erst kürzlich war eine 60-köpfige Gruppe aus Würselen bei der Firma Eule in Sachsen zu Gast und begeistert vom Klang der dort als Rohling aufgebauten Orgel. Auf die Premiere in St. Sebastian am Pfingstsamstag, 11. Juni, darf sich nun die ganze Gemeinde freuen.
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