Die musikalische Bandbreite gelobt

Von: Christoph Hahn
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Festliche Klänge an St. Sebastian: An der Eule-Orgel spielt Jacobus Gladziwa-Delitzsch. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Ganz große Kunst bot das jüngste Konzert des Fördervereins Kirchenmusik in der Würselener Kirche St. Sebastian. Gast war der aus Aachen stammende Organist Jacobus Gladziwa, der nach einem Studium in Dresden jetzt im Bistum Magdeburg als Dekanatskirchenmusiker mit Dienstsitz in Delitzsch tätig ist.

Gladziwa, der es verstand, im Verlauf seines Gastspiels die Möglichkeit der Eule-Orgel von St. Sebastian ein ums andere Mal auszureizen, verließ sich nicht auf die gesicherten Werte der Musikliteratur.

Zwar gab es neben einer Fantasie von Mozart, die der Solist mit viel Sinn für die Freiheit im Ausdruck und die geschlossene Form, die dieses Werk gleichermaßen tragen, zu interpretieren verstand, nicht wenig Bach zu hören – aber nicht im Originalgewand, sondern in einer Bearbeitung (oder Einverleibung) des Spätromantikers Maurice Duruflé.

Mit einer „Symphonie-Passion“ von Marcel Dupré und einer Bearbeitung von Ravels „La Valse“ gelangten zwei weitere Werke auf der Bruchkante zwischen Romantik und Moderne zur Aufführungen – sowie mit Jean-Louis Florentz‘ „Laudes“ ein eher minimalistisches Stück aus jüngerer Zeit. Bereits vor Beginn waren die Zuhörer von Pfarrer Rainer Gattys auf das Kulturerignis im „Würselener Dom“ eingestimmt worden.

Ohne Umschweife bettete der Priester dieses eine Konzert in einen größeren Zusammenhang ein: „Gute Traditionen finden immer wieder eine Fortsetzung.“ Das biete den Freunden des ausrichtenden Fördervereins die Gelegenheit, „unsere Eule-Orgel immer wieder neu zu erleben“. Jacobus Gladziwa erhielt ob des ausgewählten Repertoires schon vor dem ersten Ton ein dickes Kompliment des Geistlichen: „Der musikalische Bogen ist spannend.“

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