„Die Mummies“ treten im Euregio-Kolleg erstmals an die Öffentlichkeit

Von: ehg
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Würselen. Es ist die Leidenschaft Theater zu spielen, die 13 Frauen verbindet. Unter dem Namen „Die Mummies“ haben ehemalige Mütter der DRK-Kindertagesstätte „Im Winkel“ jetzt ganz offiziell einen Theaterverein ins Leben gerufen.

Erstmals öffentlich auftreten werden die „Mummies“ am Sonntag, 8. November. Dann werden die Laien-Schauspielerinnen um 11.30 Uhr und um 15 Uhr im Saal des Euregio-Kollegs an der Friedrichstraße 72 eine moderne Version des Klassikers „Schneewittchen“ auf die Bühne bringen.

Zuerst nur für die Kinder

Begonnen hatte die Geschichte des neuen Theatervereins schon vor einigen Jahren. In der Kita „Im Winkel“ schloss sich eine Gruppe Mütter zusammen, um ein Theaterstück einzustudieren. Der Erfolg war groß. Und so etablierte sich die Gruppe der schauspielernden Mütter. Ihre weihnachtliche Theateraufführung wurde zum festen Bestandteil im Terminkalender der Kita. Stücke wie „Ritter Rost“, „Urmel aus dem Eis“, „Die kleine Hexe“, „Der Räuber Hotzenplotz“ oder „Das Dschungelbuch“ begeisterten jedes Jahr aufs Neue die kleinen Zuschauer, ebenso die Erzieherinnen. Schließlich wurde auch Eltern und Großeltern die Möglichkeit geboten, sich das Stück anzuschauen. Bald wurde es zur „Tradition“, im Januar zwei Sondervorstellungen für Gäste zu geben.

„Unsere Kinder sind nun alle dem Kleinkindalter entwachsen, und wir haben keine Nachfolgerinnen für unsere Theatergruppe aus der Elternschaft heraus bekommen“, sagt die Vorsitzende des Vereins, Alexandra Hüge. Das Theaterspiel an den Nagel zu hängen, kam für die 13 Frauen aber nicht in Frage. „Es hat uns schließlich gereizt, nicht mehr nur für sehr junge Kinder zu spielen“, sagt die Vorsitzende. „Wir haben schon immer Sprachwitz in unsere Stücke eingebaut, der unsere erwachsenen Zuschauer anspricht“, ergänzt Inge Loof. Sie ist von der erste Stunde an dabei.

Alles selbst gemacht

Sie ist auch einer der kreativen Köpfe der Gruppe: Sie malt die großformatigen Bühnenbilder und kümmert sich um die Requisiten. Überhaupt sind die Laienschauspielerinnen stolz darauf, alles rund um das Theaterspiel selbst zu leisten. Sie wählen ihre Stücke gemeinsam aus, schreiben die Dialoge, nähen die Kostüme, stellen die Musik zusammen, entwerfen Bühnenbilder und Dekorationen. „Das machen wir alles in unserer Freizeit“, sagt Susanne Hilgers. Jede Frau bringt ihre Talente ein. Dadurch ergänze sich die Gruppe hervorragend. „So verschieden wir auch sind, so sehr bereichern wir uns“, fast Kassiererin Sabine Schnorrenberg zusammen.

Bei aller Kreativität nimmt die Arbeit in der Theatergruppe jede Menge Zeit der überwiegend berufstätigen Mütter in Anspruch. Sie treffen sich einmal wöchentlich, in der Woche vor der Aufführung sogar täglich, und haben außerdem ein Proben-Wochenende eingeplant. Und die Familien? Die sind zwar mitunter etwas genervt, wenn die Anspannung kurz vor der Aufführung wächst. „Aber am Ende sind sie unglaublich stolz darauf, was die Gruppe jedes Mal auf die Beine gestellt hat“, freut sich Ute Renner. Dieses Mal wird es besonders stressig. Spielt die Gruppe doch erstmals vor öffentlichem Publikum. Dabei wird sich der Vorhang zu „Schneewittchen voll verzwergt“ heben. Der Märchenklassiker ist mit Wortwitz, Situationskomik, einem kreativen Bühnenbild und viel Musik in die heutige Zeit verlegt worden, ohne seinen ursprünglichen Charme einzubüßen.

Karten gibt es im Vorverkauf bei Raumausstattung Willms, Elchenrather Straße 4, und in der Moove Boulderhalle in Aachen.

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