Würselen - Die Mehrheit ist für eine Grünanlage vor St. Sebastian

Die Mehrheit ist für eine Grünanlage vor St. Sebastian

Von: ehg
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Noch ist „wildes“ Parken möglich: Das 800 Quadratmeter große Areal vor St. Sebastian soll eine Grünanlage werden. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Die Würfel sind (endlich!) gefallen. Mit einer Stimme Mehrheit beschloss der Ausschuss für Stadtentwicklung, die 800 Quadratmeter große „Brache“ vor St. Sebastian zu einer Grün- und Aufenthaltsfläche zu gestalten, eine von am Ende fünf vorliegenden Varianten. Dafür stimmten sieben Sozialdemokraten und die Bündnisgrüne-Fraktionsvorsitzende Dr. Renate Knauf.

Einen eigenen Vorschlag mit 25 bis 30 Parkplätzen hatte FDP-Fraktionsvorsitzender Hans Carduck zur Abstimmung gestellt.

Vor Einstieg in die Tagesordnung meldete sich von der Empore aus der Sprecher der Interessengemeinschaft Kaiserstraße/Markt, Günter Dümont, zu Wort. Mit Nachdruck betonte er: „Parkplätze vor St. Sebastian sind dringend notwendig!“ Die Parkraumnot könne nicht dadurch beseitigt werden, dass an der Kaiserstraße neue Stellplätze geschaffen würden.

Adolf Maassen, der „Macher“ des Weihnachts-Kunstmarktes St. Sebastian sorgte sich, dass bei einer Grünflächengestaltung der Platz für das Zelt und den Toilettenwagen wegfallen würde. Ihm versicherte Fachgebietsleiter Manfred Schmitz-Gehrmann, dass die Gestaltung so vorgenommen werden könne, dass sich dieses Problem nicht stellen werde. Dass etwas vor der Kirche geschehen müsse, darin waren sich die Sprecher aller Fraktionen mit den Bürgern auf der Empore einig.

Wie schon in der vorangegangenen Sitzung führte SPD-Fraktionsvorsitzender Christoph Küppers die Steigerung der Aufenthaltsqualität auf dem Platz ins Feld. Dass auch der ruhende Verkehr bei An- und Abfahrten Lärm verursache, gab er zu bedenken. In seinem langatmigen Plädoyer brachte er Beispiele von Amsterdam über Lüttich bis Maastricht ins Spiel. Dass an der Kaiserstraße mehr Parkraum geschaffen werden müsse, darin war er sich mit den Sprechern der anderen Fraktionen einig. CDU-Sprecher Jens Schmitz trug in seiner Argumentation dem Wunsch des Einzelhandels Rechnung.

Er legte sich nicht zuletzt in deren Interesse zunächst auf 20 Parkplätze und 240 Quadratmeter Grünfläche fest. Dass der Parkdruck groß sei, das gestand sich auch UWG-Fraktionsvorsitzender Theo Scherberich ein. Auf der anderen Seite konnte er sich auch mit einem Platz ohne Stellplätze anfreunden. „Parkplätze müssen geschaffen werden, aber nicht an dieser Stelle“, bezog die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Dr. Renate Knauf, eindeutig Position. Man müsse bei der Gestaltung auch auf nachfolgende Generationen Rücksicht nehmen. „40 Prozent Parkplätze sind beim Umbau der Kaiserstraße verloren gegangen“, ereiferte sich FDP-Fraktionsvorsitzender Hans Carduck.

Eine Brücke zwischen den beiden großen Koalitionen zu schlagen, war unterdessen Theo Scherberich bemüht. Als Kompromiss brachte er zwölf Parkplätze und 380 Quadratmeter Grünfläche ins Spiel. Er sollte in einer von Jens Schmitz beantragten Auszeit unter Dach und Fach gebracht werden.

Voller Zuversicht eröffnete Vorsitzender Karl-Jürgen Schmitz die Sitzung neu. Während sich die CDU-Fraktion auf die UWG-Linie zubewegte, blieben SPD-Fraktion und Bündnis 90/Die Grünen bei ihrer Meinung. Nicht weniger war FDP-Fraktionschef Carduck von seiner Haltung abzubringen, so dass mit nur einer Stimme Mehrheit der Beschluss gefasst werden konnte.

Der Grundsatzbeschluss liegt nun im Rathausvor. Jetzt ist die Verwaltung gefordert, nicht nur eine Detailplanung zu erstellenund vor allen Dingen, die Finanzierung angesichts der derzeitig nicht rosigen Haushaltslage sicherzustellen.

Der erste Schritt zur Gestaltung der „Brache“ ist getan. Wie lange es noch dauern wird, bis der Bagger anrollen wird, steht noch in den Sternen . . .

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