Herzogenrath - Die Markttangente könnte bald Wirklichkeit sein

Die Markttangente könnte bald Wirklichkeit sein

Von: Beatrix Oprée
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Heute ist hier noch ein Supermarkt: Ungefähr hier am Langenberg könnte die Markttangente in die Oststraße münden. Foto: Beatrix Oprée

Herzogenrath. Auf dem Wunschzettel steht sie seit Jahrzehnten, die Entlastung der Südstraße durch die „Markttangente“, gekoppelt an eine städtebauliche Neuordnung im Zentrum Kohlscheids. Die Zeiten langer Staus, unübersichtlicher Verkehrssituationen und mangelnder Parkplätze könnten in absehbarer Zeit vorbei sein.

Zwei Faktoren haben dem Vortrieb geleistet: die neuen Erkenntnisse des bergbaulichen Gutachten aus dem Ingenieurbüro Heitfeld-Scheteling, das „Altlasten“ aus dem oberflächennahen Bergbau längst vergangener Zeiten offengelegt hat, sowie in den vergangenen Monaten möglich gewordene Grundstücksgeschäfte.

Die Aufstellung des entsprechenden Bebauungsplans II/66 „Kohlscheid Zentrum-Langenberg“ über eine Fläche von rund 9,8 Hektar ist jüngst auf den Weg gebracht worden. Auch planerische Inhalte des alten Bebauungsplans II/40 „Kohlscheid Markt“ sollen darin Berücksichtigung finden, der im Juni 1994 beschlossen und im Dezember 1998 wieder gekippt worden war, da eine Finanzierung weder der rückwärtigen Erschließung der Südstraße noch der damals beabsichtigten K1n über den Sportplatz Langenberg hinweg auch langfristig nicht zu stemmen gewesen wäre.

In den Folgejahren ist das Thema aber keineswegs aus den Augen verschwunden, auch auf Grundlage von Anträgen der SPD zur Aufstellung eines Bebauungsplans für den Bereich Markt, zur Umsetzung des Masterplans Kohlscheid sowie zur Erstellung eines städtebaulichen Entwurfs Oststraße/Langenberg.

„Wir haben immer nach Alternativen gesucht“, erläutert der Technische Dezernent Rüdiger Staron. Die Häuser Südstraße 45/47/49 wurden unter anderem gekauft. Zahlreiche Gespräche mit Grundstückseigentümern geführt, bei den sich dann schließlich herausstellte, „dass auch die alte geplante Trasse der Markttangente möglich werden könnte“. Denn beim Supermarkt am Langenberg, so erläutert Staron, standen ohnehin Veränderungen an: „Er wollte definitiv zum 14. Dezember schließen, die ersten Kündigungen waren schon ausgesprochen.“

Doch ein Lebensmittelmarkt ist wichtiger Bestandteil eines Ortszentrums. So gelang es, die Immobilie als Stadt zu kaufen, den Supermarkt zunächst dort zu belassen, bis schließlich der nächste Schritt in die Tat umgesetzt werden kann, nämlich die Entwicklung des rückwärtigen Kundenparkplatzes der Volksbank an der Südstraße, heute zu erreichen durch eine Schranke an der Weststraße. Eine künftige Direktverbindung von der Oststraße über die Südstraße – durch ein heute noch bestehendes Gebäude hindurch – schwebt den Planern vor.

Ein großer Lebensmittelmarkt war immer der Wunsch für dieses Entwicklungsgebiet, das sich nun erfüllen lasse, wie Staron erläutert: Indem zum Beispiel der weiter bestehende Markt vom Langenberg dorthin umzieht. Eine Ansiedlung, die gegebenenfalls mit einem Discounter gekoppelt werden könnte, wie mittlerweile vielfach praktiziert.

„Unser Ziel ist es, die Kunden wieder ins Zentrum zu holen“, sagt Staron. Mit einem Supermarkt als Magneten mache die neu entwickelte Fläche auch Sinn für kleinere Läden und stelle eine Aufwertung der kompletten Infrastruktur der Kohlscheider City dar. Weg von der reinen Aneinanderreihung von Discountern an der Roermonder Straße, „denn das ist kein Städtebau. Dem haben wir per Satzung ja schließlich auch einen Riegel vorgeschoben.“ Was in Kohlscheids Herzen geschehen soll, ist für den Technischen Dezernenten eine „wichtige Entwicklung für die nächsten Jahrzehnte. Es ist aber auch wichtig, dass alles wirtschaftlich darstellbar ist. Wenn wir das realisiert kriegen, ist das ein Traumergebnis.“

Zu einem Forum „Stadtentwicklung“ lädt die SPD am Donnerstag, 17. Januar, 19 Uhr, ins TPH, Roermonder Straße 100, ein. Vorgestellt werden Pläne zu Markt/Langenberg/Südstraße, aber auch Kämpchen-/Dornkaulstraße. Alle Bürger sind zum intensiven Meinungsaustausch willkommen.

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